Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
331
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Allegro risoluto.

können nicht so stark wie die vorigen Gruppen oder gar wie ein-zeln gestrichne Töne herauskommen; höchstens kann bei schnel-lerer Tonfolge, die erste Note jeder Gruppe betont werden, wie obenbei b die Bezeichnung angiebt.

Sechstens endlich kann die Strichart in eine an sich nichtschwere Tonfolge schon dadurch Schwierigkeiten bringen, dass sieeine sehr verwickelte ist und die Bogenführung verkünstell und ver-wirrt. Auch hier also werden wir auf den Vorzug der Einfachheitzuriickgewiesen.

Die hohe Ausbildung zu jeder Art von rhythmischer Bewegung,verbunden mit der Leichtigkeit, alle Arten von Tonverbindungenhervorzubringen, die den Streichinstrumenten vor allen andern Or-ganen eigen ist, hat natürlich auch Einfluss auf

E. die Melodiebildung.

Die Kantilene der Streichinstrumente und vorzugsweise die derVioline bildet sich gern frei, keck und leicht aus, mehr wie dieirgend eines andern Organs, weil es ihr mehr als irgend einemandern möglich ist und die einzelnen Momente derselben, dieeinzelnen Töne, nicht so volle Befriedigung gewähren als der ge-sättigtere oder sonst reizendere oder eigenthümlichere Klang andrerOrgane. Dies kann aller Orten in den mannigfachsten Gestaltenund Aeusserungen beobachtet werden. Einen kleinen Zug davongiebt schon in No. 410 die erste Geige mit ihrem launisch will-kührlichen Schritte von b nach d vom sechsten zum siebenten Takt,oder Haydn in seiner Ddur-Symphonie, S. 8 der Partitur,

Allegro.

Violioi

»',-* 3 .- f f

Viola.

Basso.