Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
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Zweite Abtheilung.

Zusammenstellung des Streicherchors.

Erster Abschnitt.

Regelmässige Organisation.

Es ist schon S. 246 bemerkt worden, dass der Chor der Streich-instrumente als Kern des Orchesters und unter den zwei oder dreiOrchestermassen (Bläser und Saiten, oder Blech- und Rohrinstru-mente und Streichinstrumente) als die vielseitigst verwendbare an-gesehn werden muss. Daher ist es nöthig, mit verdoppelter Um-sicht an seinen Gebrauch heranzulreten, wie wir auch schon beidem Einblick in die Technik der einzelnen ihm angehörigen Instru-mente gethan haben. In Bezug auf diese Technik war auch soVieles mitzutheilen, dass es rathsam schien, alles Weitere davonabzusondern. Es wird im Folgenden seine Stelle finden.

In der Regel wird der Chor der Streicher in vier Stim-men zusammengestellt, so dass auch hier die Normalstimmzahl (Th.I, S, 93) sich geltend macht. Die vier Stimmen sind bekanntlichdie erste Violine,die zweite Violine,die Bratsche,

Violoncell und Kontrabass;

jede der Stimmen wird im Orchester mehrfach*) besetzt. Violoncell

*) Die geringste orchestrale Besetzung würde etwa aus 3 oder 4 ersten, ebenso viel zweiten Geigen, 2 oder 3 Bratschen, 1 Kontrabass und 2 Violoncellenbestehn, für Mitwirkung des Blechs aber fast zu schwach sein ; 6 erste, eben soviel zweite Geigen, 4 Bratschen, 2 Kontrabässe und 4 Violoncelle würden für 8oder 9 Rohrinstrumente , 2 Hörner , 2 Trompeten und Pauken wohl ausreichen ;bei 12 ersten und eben so viel zweiten Geigen, 812 Bratschen, 46 Kontra-bässen und 812 Violoncellen müssten die Rohrinstrumente und Hörner, auchwohl die Trompeten verdoppelt werden. Es kann hier nur annäherungsweise ge-sprochen werden, weil auf die Tüchtigkeit der Spieler, auf das Lokal und man-ches Andre viel ankommt. Doch genügt dies, um dem Komponisten eine Vorstel-lung von der Wirkung zu geben.