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zum viergeslrichnen c oder e umfassen: so muss man schon hierden Chor der Streichinstrumente als
Hauptcbor und Kern des ganzen Orchesterserkennen, wie er es denn in der That bei allen Meistern stets ge-wesen ist.
Auch die Klangweise der Streichinstrumente trägt zu derenVielseitigkeit bei; sie selber ist eine sehr vielseitige. Wir habenhier vor allem die Weisen zu unterscheiden, wie das Instrumentzum Tönen gebracht wird.
Erste Behandlungsweise.
Die erste ßehandlungsweise ist die einfache, mit dem Bogenstrichauf blosser (ungegriffner) oder auf festgegrilfner Saite. Der Klang*)ist materieller und, weil man stets das Rieseln oder Reiben des Bo-gens hört, —- minder glatt als auf irgend einem Blasinstrument; er istim Vergleich zu dem Bläserklang enger, schärfer einschneidend undkann nicht das Luftartige, Quellende der tönenden Luftsäule haben.Daher ähnelt ihm am meisten der Klang der materiellem, durch einDoppelblatt intonirten Instrumente, — der Oboe und des Fagotts;während die luftfreiern, Klarinette, Flöte, Waldhorn u. s. w., weitvon ihm abslehn.
Allein dieser Klang erleidet durch mancherlei NebeuumstäudeVeränderungen, die dem Komponisten ebensowohl bekannt sein müs-sen, wie dem Spieler.
Erstens ist der Klang der leeren oder blossen Saiten einhellerer und stärkerer, als der der gegrilfnen, weil durch den Auf-druck des Fingers die Saite (oder vielmehr der zum Tönen kom-mende Saitentheil) nicht so scharf abgeschnitten werden kann , wiedurch den Steg und den Rand des Kopfes, sondern immer durcheinen überragenden Theil der Fingerkuppe gedämpft wird, alsodumpfer erklingt.
Zweitens ist der Klang der tiefem Saiten (die besponnensind) ein rauherer, als der der hohem, zugleich aber — schon ver-möge der tiefem Stimmung — ein vollerer, während die höhernSaiten heller und glatter, aber weniger voll, sondern geschärfteroder gespitzter erklingen.
Drittens geben die Saiten, wenn mau sie am Steg (sulponlicello) anstreicht, einen etwas rauh klirrenden, metallnen, —
*) Es muss hier wieder in Erinnerung gebracht werden, dass keine Spracheund kein Gteichniss das Wesen des Klangs erschöpfend oder nur unzweideutigbezeichnen, dass also die Lehre nur andeuten, nur erinnern kann, in derVoraussetzung vorangegangner und fortwährender Beobachtung des Lernenden.