Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
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Wenn eine Stimme oder mehrere mit einander zu hohem Tonlagensich erheben, so ist dies (Th. I. S. 22) Spannung und Stei-gerung ihrer Stimmung, ihres Innern, des Inhalts der Tonfolge.Wenn die Musik sich in einzelnen Schlägen oder ganzen Partienzum forte erhebt, so spricht sich darin das Bewusstsein aus, dieserSchlag oder diese Partie sei eine vorzugsweis zu bemerkende undder Wille, sie hervorzuheben. Die Ansammlung von Stimmen end-lich ist der Ausdruck dafür, oder vielmehr die Folge davon, dassmehr und mehr Individuen an dem musikalischen Vorgang sich be-thätigen, dass dieser ein allgemeinerer und damit auch ein viel-seitigerer wird. Diese letztere Gestaltung, die wir oben in das Augegefasst, ist also eine mehrfach bedeutsame:

es treten mehr und mehr Stimmen zusammenes treten Stimmen verschiednen Klangs und Karakters zu-sammen,

sie haben bei ihrer Theilnahme am Salze mehr oder we-niger verschiednen Inhalt zu äussern,ihre Ansammlung vermehrt die Schallmasse, bringt also('gleichsam gelegentlich) dadurch auch ein eigentliches cres-cendo hervor;

aber sie ist von den andern Gestaltungen und namentlich vom cres-cctido im Innern wie Aeussern wesentlich verschieden.

Und eben diese Stelle giebt uns besonders in ihrem siebentenTakte nochmals zu bedenken, wie leicht man sich aus der den Blä-sern zuträglichen Einfachheit hinaus locken lässt*).

') Hierzu der Anhang ü.