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4 (1851)
Entstehung
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4. Die Op hi kl ei'de.

Sie besteht aus zwei weiten, nach Art des Fagottbaues nebeneinander liegenden, unten durch einen Bogen verbundnen Rohr-Stücken, deren eines in die geschlungne enge Röhre des Mund-stücks, deren anderes in einen weiten Schallbecher ausläuft. DasInstrument ist von Messing (oder auch Kupfer) gebaut, aber mitTonlöchern und Klappen versehn und desshalb, wie nach seinerganzen Bauart (die eigentlich ein verstärktes und erweitertes me-tallnes Fagott darstellt) füglicher zu den Rohr- als Blechinstrumen-ten (S. 108) zu zählen.

Ihr Tonsystem geht von

-r-

__ -ß ,

1

-ö“ *t

1 -

—-

- p-E i

s^p. uj: chromatisch bis ja selbst bis

kann aber nur bis zum eingestrichnen g oder a sicher benutzt werden.

Die Schallkraft des Instruments ist gross, der Klang rauh,dumpf und in der Höhe wildheftig. Es ist nur in langsamer Bewe-gung und einfacher Weise zur Unterstützung des Basses bei grosserBesetzung der Harmonie zu gebrauchen.

Abarten der Ophikleide, — die Alt-Ophikleide, die Kon-trabass-Ophiklei'de (sechszelmfüssig) dann das Bass-InstrumentBathyphon (nach der Klarinette gebildet) dürfen bei Seite ge-lassen werden, da sie unsers Wissens in Deutschland noch keineausgebreitetc Aufnahme, wenigstens keine Stelle in grossem Kunst-werken gefunden haben. Der Bass-Ophikleide bedient sich unterandern Meierbeer in den Hugenotten zur Verstärkung des Po-saunenchors, in dem sie mit der Bassposaune bald im Einklang,bald in der tiefem Oktave gebt. Selbst bei den Mililair-Musik-chören ist sie von der Tuba und dem Bombardon (denen die Blä-ser allgemein grössere Brauchbarkeit beizumessen scheinen) ver-drängt und wird nur beibehalten, wo man einmal das Instrumentbesitzt und die Kosten eines neuen Ankaufs scheut.

5. Das Basshorn,

auch englisches Basshorn (corno basso) genannt, ist ein fagotlarti-ges Instrument, dessen Rohr von Holz, kurz, aber weit und untenverschlossen*), oben in einen weiten Schallbecher von Messingblechausläuft und mit einem S (wie das Fagott, aber weiter) auf diesemaber durch ein posaunenartiges (kegelförmiges) Mundstück von El-fenbein oder Horn angeblasen wird. Sechs Tonlöcher und eine bis

*) Dieser Verschluss verdoppelt, wie bei gedeckten Orgelpfeifen (allg.Musiklehre S. 172) die Tiefe des Instruments, macht aber den Klang noch dumpfer,als er ohnehin bei der Weite und sonstigen Konstruktion sein würde.