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und 4) die Melodie. Die Pikkolflöte nun geht Anfangs im Einklangmit der ersten Flöte, liegt aber dabei in den hellen Tönen ihrerzweiten Oktave. Dann (Takt 8 bis 11) legt sie sich mit einemHalteton — mit Unterstützung der ersten Trompeten — über die31elodie und zuletzt (Takt 11, 12) schwingt sie sich zur Oktave derersten Flöte auf, sieht also zwei Oktaven über den Oboen und derin der Regel den Klarinetten eignen Tonlage.
Nicht immer dient indess die Pikkolflöte als Verstärkung undVerdopplung der grossen Flölen; sie wird auch an der Stellederselben angewendel, wenn ihr Karakter den Intentionen desKomponisten besser entspricht, wenn statt des selbst noch in der Höheseine Weiche und Rundung, sein flüssiges Wesen behauptenden Flö-tenklangs der härtere, greller und kurz abspringende Klang und diedurchdringendere Schallkraft der Pikkolflöte der Melodie und demGanzen Zusagen. Die oben angezogne Symphonie von Beethovengewährt uns zwei treffende Beispiele. Dem Schlachtgemälde ihresersten Theils gehen die Märsche der Engländer (Rule Britania ) undder Franzosen (Alarlborovgh s’en vat-en gnerre) voraus. Beidehaben statt der grossen Flöte eine Pikkolflöte als überstimme. Derenglische Marsch setzt ohne Streichinstrumente, so ■—
217. Flaiilo picc.
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