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4 (1851)
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die günstigsten Lagen und Intervalle zu fassen, die Stimmen will-kiihrlich und gegen die Gesetze der Melodie und Stimmführung hinund her reissen. Vielmehr kommen wir auf einen der wichtigstenGrundsätze (S. 149) zurück und wollen die möglichst einfache Ge-staltung und Führung der Bläser unausgesetzt zur Pflicht machen ).

Vierter Abschnitt.

Zutritt der Pikkolflüten.

Die Pikkolflöte steht gegen die gewöhnliche Flöte im Vierfuss-ton, mithin eine Oktave höher. In dieser ihrer hohem Stellungzeigt ihre Tonreihe dasselbe Verhällniss der Schallstärke, das wir(S. 154) an der grossen Flöte erkannt haben; ihre unterste Oktave(geschrieben die eingeslrichne, der Tonhöhe nach die zweigestrichne)ist schwach und hohl oder Verblasen; ihre mittlere Oktave füllt sichzu stärkerm Schall; ihre höchste Oktave wird stark, ja hart, grell

und durchbohrend.

Hiernach bestimmt sich ihre Stellung sowohl zur Flöte, als zu

den andern Rohrinstrumenten.

In der Regel wird sie geschrieben werden im Einklang mitder Flöte, also eine Oktave höher ertönen und hiermit dieangemessne Klangstärke haben. Wollte man wirklichen Einklangbeider Instrumente erzwingen, so müsste man die Pikkolflöte eineOktave tiefer schreiben, wie hier —

213. a. (Eine Oktave höher ertönend.)

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Flauto piccolo.

yFlaulo. »ii- ±

es

bei a geschehn. Allein es ist hiervon keine günstige Wirkung abzu-sehn; die Pikkolflöte würde zu Anfang mit ihrer matten Tiefe derSchallkraft der grossen Flöte eher Abbruch thun, nachher ihr nichtzu grosser Kraft verhelfen. Es wäre besser gewesen, zwei grosseFlöten im Einklang gehen zu lassen, wenn einmal die Flöte durch-aus von einer andern Flöte im Einklang verdoppelt werden sollte. —Wenn auf den ununferbrochnen Fortgang weniger ankommt, oderderselbe noch durch andre Instrumente aufrecht erhalten wird (z. B-durch die Violinen im Einklang, Klarinetten und Oboen in derliefen Oktave), dann kann man die Pikkolflöten, wie oben bei b,erst im Einklang, dann in der tiefen Oktave mit den Flöten führen.Nun aber wissen wir, dass die Flöte im "Verein mit Klarinetten und

■ *) Hierzu der Anhang I.