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4 (1851)
Entstehung
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Dass für diese Melodie und die Idee des ganzen Satzes die Oboedas einzig geeignete Instrument für die Hauptslimme war, kommthier nicht in Betracht. Wenn man auch die Klarinette für eben soangemessen halten wollte, so würde doch die Oboe den Vorzugerhallen müssen, weil die Klarinetten wohl einen massigen und ver-schmelzenden Untersalz für die Oboen, nicht aber diese für jeneabgeben können.

Wir wenden uns zu dem Verhältnisse von2. Oboe und Flöte.

Die Oboe bildet durchweg den entschiedensten Gegensatz zurFlöte. Sie hat ihre vollsten und materiellsten Klänge, wo die Flötematt und Verblasen anspricht, sie wird spitz, wo die FlöLe Rundungund Fülle gewinnt, sie muss schweigen, wo die Flöte zur höchstenKraft gelangt; ihr Klang ist materiell, scharfgeschnitten, einschnei-dend oder spitz eindringend, während der Flötenklang Iuftarlig,weich und glatt, selbst in der stärker ansprechenden Höhe nochrund ist. Wie können diese beiden Instrumente mit einander gehn ? Dies muss sorgfältig erwogen werden, wenn nicht Missverhält-nisse entstehn sollen.

Oboen für sich allein als Untersatz für die Flöte werden in denmeisten Fällen zu scharf, Flöten als Unterlage für eine Oboeme-lodie für sich allein umgekehrt zu malt und schwach sein. Tretenaber andre Instrumente als Unterlage hinzu, so können Flöte undOboe einen reizvollen Gegensatz unter einander und zu jenen bil-den. Das Andante*) von Beethovens 6'moll-Symphonie bietet eintreffendes Beispiel dazu in einem aus dem Hauptsatz entspringen-den Gange.

Andante

* r m*~

Flöte 1

Oboe 1

B-KIarinetten.

i ii i

*) S. 67 der bei Brcilkopf und Harlel erschienenen Partitur.Marx, Komp. L. IV. 2. Aufl.

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