Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
174
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Daher ist die nächste Bestimmung der Oboen, im Tulti-Salze:mit den Klarinetten zu gehen, dieselben in gleicher Tonhöhe, z. B.

198

Oboi.

Clarinetti in A.

J.

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-t=f=f=f

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zu verdoppeln, während sich umgekehrt die Flöten zu den Oboeneben so verhalten, wie zu den Klarinetten, nämlich als Instrumentegleichsam (S. 159) von Vierfusslon , mithin sie der Regel nach inder Oktave verdoppeln. Der obige Satz würde also mit Flöten so

199

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Flöten.

Oboen.

A-Klafinetten.

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zu stehen kommen.

Soviel, um die Stellung der Oboen vorerst im Allgemeinen,namentlich hinsiehts der Tonregion zu bestimmen. Dies kann jedochnicht genügen, wenn es um die treffendem, karakteristischen Wen-dungen zu thun ist. Hierzu müssen wir die Weise der Oboe undihr Verhältniss zu jedem der andern Instrumente beobachten.

1. Oboe und Klarinette.

Die Schallkraft der Oboe ist am stärksten, ihr Schall nament-lich am gefülltesten, stoffhaltigsten in der untern Tonregion (S. 152),in derselben Tonlage, wo die Klarinette gerade ihre stillste Partiehat, wenn auch bei weitem nicht zu der Mattigkeit der Flöte(S. 154) herabsinkt. In der zweiten Oktave werden die Töne derOboe spitzer, aber auch feiner und weniger materiell, die Klarinett-Töne dagegen werden gedrungner, mächtiger, zuletzt gellend. Ue-berall aber bieten Klarinette und Oboe den Gegensatz von quellen-dem und rundem (Klarinette) und von scharfkantig oder spitz ein-dringendem Klang (Oboe) dar.

Hiernach ist die Anwendung beider Instrumente zu erwägen.

Findet man nur den Klang der Oboe, oder nur den der Kla-rinette dem Sinn seines Satzes angemessen und dabei die eine In-strumentart ausreichend, so entsagt man, wie sich von selbst ver-steht, der andern ganz.