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Fassen wir nun diese Betrachtungen zusammen, so ergeben sieliaus ihnen zunächst drei sehr wichtige Lehren.
Ers lens.
Die Flöten wirken nur eine Oktave höher als die Klarinettenmit einer diesen angemessnen Kraft.
Zweitens.
Sie können hei ihrem Zusammentritt mit Klarinetten und Fa-gotten in der Regel als Verdopplung der Klarinetten .in der höhernOktave — und die Klarinetten als die eigentlich wesentlichen (realen)Stimmen, — folglich Klarinetten und Fagotte als der eigentlicheKern des Satzes (daher wir auch den Salz für RohrinstrumenteS. 125 mit ihnen ausschliesslich begonnen haben; und Flöten alsblosser Zusatz (zur Verstärkung, Füllung u. s. w.) angesehn wer-den* *). Die Melodie des Sätzchens No. 184 ist also nicht etwa so —
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zu fassen, sondern so, wie sie in der Klarinettstimme steht; so istsie zuvor (No. 182) dagewesen und so, auf dem eingeslrichnen esschliessend, wird sie von den Violinen auf demselben Ton aufge-fasst und weiter geführt. Diese Auffassung leidet, w T ie jede Regel,ihre Ausnahmen; wird sich aber als leitender Grundsatz nützlicherweisen. Sie bezeichnet dem angehenden Tonsetzer sogleich denMittelpunkt, von dem aus die Stimmen gesetzt und beurtheilt seinwollen. Es ist die mittlere Lage (man denke an das vorlängstTh. 1. S. 147 aufgefundne Gesetz) des Teilsystems, der von derNatur des Tonwesens selbst bezeichnete Sammelpunkt und Kern derHarmonie, den er — in der Regel — zuerst bedenken und besetzenund am kräftigsten befestigen muss.
Dri ttens
erkennen wir hier zum ersten Male**), dass nicht jeder Zutritt neuerOrgane eine Verstärkung ist. Treten schwache Stimmen zu star-ken, z. B. Flöten mit ihrem matten Tonregister zu Klarinetten inder hellem Tonlage, wie in No. 177: so hat sich freilich die Zahlder Stimmen und die Schallmasse — die Masse der hörbar schwin-genden Luft — unleugbar vermehrt. Aber der hellere Klang deskräftig wirkenden Instruments wird durch den malten Klang desschwachen oder in schwacher Wirkung zutretenden umhüllt undgedämpft. So wird, um ein Gleichuiss zu gebrauchen, die Massedes Schwertes, wenn man es in seine Scheide steckt, allerdings
") Vergl. S. 167.
*) Vergl. S. 89 und 103.
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