65
Uebrigens sind alle Tonverbindungen innerhalb des zugänglichenTongebiets herauszubringen, sobald die Bewegung nur langsam genugist, dem Bläser für Lippen und Hand die rechte Zeit zu lassen;der erste Satz bei b in No. 66 hat iin Allegro moderato oder pocovivace , der zweite im Andante kein Bedenken, in verdoppelter Be-wegung würden sie, besonders der letzte, unsichrer herauskommen.Nur bei lebhafter Bewegung und bei besonders in sanfter, gehaltnerWeise ( piano legato) vorzutragenden Sätzen ist also die Tonfolgemit mehr Sorgfalt zu ermessen. Und in der That bietet die Posaunebei sorgfältiger Beobachtung ihrer Behandlung alles, was man ihremKarakter gemäss von ihr wünschen kann. Dies wird weiter untenklar werden; schon hier, wo wir ihren Tongehalt allein prüfen,erhellt aus der Anschauung der Züge, dass der Posaune
1. sechs grosse Dreiklänge und die aus ihnen gebildeten Domi-nautakkorde (z. B. der Bassposauue die Dreiklänge und Do-minantakkorde auf F, E, Es, D, Des, C ),
%, grosse Folgen chromatischer Tonleiter, z. B. der Altposaune
diese, —5 4
3_2
5 4 3 2 1 0
68 l-T-
i±z
z 3n*r$ r
3 s- *-
■« —t—
4 3 24 0 i £ J
und zwar im Hinabsleigen noch leichter,
3. Folgen in der Durtonleiter, z. ß. der Altposaune diese, —
•fU- 9 —*1-1-1-
*3 ■_£- £ i i-
und zwar mehr in der Höhe,
4. Folgen in der Molltonleiter, z. B. der Altposaune diese, —
ti—i 4 w!
t‘3—-?—F—1^— —-—-— * _
3 4 3 4 4 J 4
tja e=E-£^
hr-
•«—-1-f-
1-L -J
—.-
leicht werden, und zwar die erstem Tonfolgen leichter oder in grös-serer Ausdehnung leicht, als die folgenden. Das Weitere ist nachdiesen Beispielen zu ermessen.
C. Karakter und Vermögen.
<D
Kehren wir nun, nachdem wir das Tongebiet erkannt, zu demKarakter des Instruments im Allgemeinen zurück, so ist an seinemKlang vor Allem die Verwandtschaft mit der Trompete nicht zu ver-kennen. Allein die grössere Länge und Weite des Rohrs kann nicht
Marx, Komp. L. IV. 2. Aull. 5