Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
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kann (wie später zur Sprache kommen wird) auch hierin manchesändern.

]n grossem Kompositionen kann inan bei dem Uebergang infremde Tonarten die MiLwirkung der Tiompelen nolhwendig, gleich-wohl die ursprünglich gewählte Trompetenart für die neue Tonartunanwendbar, oder doch nicht ergiebig genug finden. Hier bietet sichdann die Auskunft dar, im Laufe der Komposition andere Trompe-ten ergreifen zu lassen, oder die Stimmung (durch Einsatz neuerBogen, die das Rohr der Trompete verlängern oder verkürzen) zuverändern, z. B. aus den /^-Trompeten Des -Trompeten zu machen.Allein der Bläser muss zu dem Einsatz der Bogen Zeit haben,etwa 12 bis 16 Takt Pausen im langsamen, oder 20 bis 24 imschnellen Tempo.

C. Die Pauke.

Die Pauke ist bekanntlich ein über einen kesselförmigen, Klangund Schallkraft bedingenden Körper von Kupferblech straff gezoge-nes Fell, auf dem der Ton durch den Anschlag mit Paukenstöcken(Schlägeln) hervorgebracht wird. Jede Hand führt bekanntlich einensolchen Schlägel*), es kann daher die Pauke mit einem einzigen oderbeiden Schlägeln gleichzeitig (oder möglichst schnell nacheinander,fast gleichzeitig) oder auch abwechselnd mit einem nach dem andernangeschlagen werden. Der gleichzeitige oder fast gleichzeitige An-schlag giebt einen vollem, der Anschlag mit einem einzigen Schlägeleinen härtern, abgebrochnern Klang; fände man nöthig, den erstemausdrücklich vorzuschreiben, so müsste die Note auN und abwärtsgestrichen werden.

Die Pauke giebt nur einen einzigen Ton; dieser kann vom leise-sten piano bis zum dröhnenden härtesten forte , er kann kurz abge-brochen ( staccato) in allen möglichen rhythmischen Figuren bis zumrollendsten Wirbel, in dem kaum noch die einzelnen Schläge zuunterscheiden sind, wiederholt werden; der Wirbel wird mit demTrillerzeichen tr. oder w angezeichnet.

Dieser eine Ton der Pauke kann durch Stimmung höher odertiefer genommen werden, aber nur innerhalb des Raums einer Quintevom grossen F bis klein c und von gross B bis klein f; bei tiefererStimmung würde das Paukenfell zu schlaff und der Schall zerflalternd,der Ton nicht bestimmt herauskommen, bei höherer Stimmung würdedas Fell zu straff angezogen und der Klang zu hart, wahrscheinlich die

*) Die Schlägel haben an dem aufscblagenden Ende bekanntlich Holzknöpfe.Lässt man diese unbedeckt, so ist der Klang des Instruments dürr, trocken ; wer-den sie mit Leder überzogen, so ist er gemildert, doch trocken; werden sie mitSchw amm, Filz oder Gummi elasticum überzogen , so ist der Klang weich , etwasdumpf, gleichsam umdunkelt.