Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
Seite
15
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Hülfe des Pedals) allenfalls gelingen, weil kleinere Mängel nicht grellhervortreten, sind im Orgelsatz unzulässig, wo nicht unmöglich.

Das Pedal gleicht in der Anordnung seiner Tasten ebenfallsder Klaviatur des Pianoforte, nur dass die Tasten durch Zwischen-räume von einander geschieden sind, damit man sie sicherer, ohnedie Nebentasten zu berühren , treffe. Diese Tasten werden bekannt-lich mit den Füssen berührt und zwar kann von jedem FusseSpitze und Absatz gebraucht w'erden. Staunenswerte Fertig-keit und Sicherheit wird allerdings mit diesen einfachen, noch oben-ein dem Auge fast ganz entrückten Mitteln geleistet*). Allein es isthier wie überall rathsam, nicht auf das Ausserordentliche und Seltenezu rechnen und besonders unnötige Schwierigkeiten zu meiden; jegenauer man die Technik des Instrumentes kennt und beachtet, destosicherer und günstiger wird es in Wirksamkeit treten. Für die nichtOrgel Spielenden sei daher wenigstens das Nächstnötbige bemerkt.

Erstens können die Füsse uicht an den äussersten Enden desPedals (in der höchsten oder tiefsten Tonregion) beschäftigt werden,ohne dass die Haltung des Spielers auf der Orgelbauk einigermassenan ihrer Sicherheit verlieren oder derselbe sich jenen äusserstenEnden näher rücke. Einzelne entfernte Tasten können zwar mit demihnen nächsten Fusse gut abgelangt werden; so führt z. B. Seb.Bach in einem Präludium aus ^fuioll**) das Pedal in Oktavschritteu,

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die ihn in tieferer Lage zu einem Sprunge von fast zwei Oktaven,

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") Man muss den Kapellmeister F r. S c h n e i d e r in Dessau, die Musikdirrk-toren Schneider in Dresden, Hesse in Breslau, Becker und Schcllenbergin Leipzig, Organisten Haupt in Berlin und wie viele würdige Namen wärennoch zu nennen ! gehört haben , um eine Vorstellung von dieser Seite des Orgel-spiels zu fassen.

**) Bachs Orgelkompositionen, bei Breilkopf und Härlel. Heft 1.