Druckschrift 
4 (1851)
Entstehung
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fast von der letzten Tiefe zur äussersten Höhe nölhigen, ohne dassdie Ausführung ein Bedenken hätte. Wollte man aber beide Füssevon der äussersten Höhe schnell zur äussersten Tiefe führen, z. B.

so würde die Haltung des Spielers gefährdet und die Ausführung un-sicher, bei schnellem Tempo sogar unmöglich.

Zweitens sind Figuren, in denen beide Füsse einander Tonum Ton ablösen können, z. B.

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am leichtesten ausführbar, daher man sie auch in den Orgelsätzenam häufigsten angewendel findet und nicht aus Bequemlichkeit oderNachahmerei der Komponisten, sondern nach den in der Sache lie-genden Bedingungen*). Je näher dabei die Füsse einander bleiben undje weniger sie zu wechseln und zu springen haben, desto bequemerist die Ausführung. Daher ist in No. 9 der Satz a leichter als b,beide sind leichter als No. ß und 7.

Drittens wechseln Absatz und Spitze desselben Fusses ambequemsten, wenn letztere Obertasten, ersterer Unterlasten zu neh-men hat. In dieser Stelle z. B.

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würde g und as bequem mit Absatz und Spitze des rechten Fusses,f, es, d, c, H mit dem linken genommen werden.

Nur so viel kann hier über die Applikatur im Pedal gesagtwerden, in der übrigens wie sich von selbst versteht eben-sowohl verschiedne Behandlung derselben Stellen möglich und oft nachden besondern Umständen nolhwendig ist, als im Fingersatz auf denManualen oder dem Pianoforle. Eigenes Nachdenken wird, selbstwenn praktische Uebung unerlangbar sein sollte, wenigstens dasWichtigere ergeben und vor gröbern Fehlgriffen sicher stellen.

Jedenfalls ist klar, dass die Spielbarkeit des Pedals beschränk-ter ist, als die des Manuals oder Klaviers. Es wird daher rathsam,dem erstem nur das ihm Erreichbare zuzuerlheilen und in solchenSätzen, die sowohl vom Manual als Pedal ausgeführt w'erden sollen,zunächst die Ausführbarkeit auf diesem in das Auge zu fassen; washier erreichbar, ist auf dem Manual leicht. Dieser letzte Rath trifft

') Etwas Aehnliches fanden wir Th. III. S. 462 bei den Figuren für Chorgesang.