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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
393
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einige Andachksreisen, einige Waksahrte» anzurathen, weilich ganz gewiß glaubte, die Abwesenheit würde unvermerktdie Gewohnheit entkräften; aber der König wiversetzre sichdem beständig. Endlich ward er krank. Meine Tochter,gegen welche die Königin vielen Haß blicken ließ, hielt sichfür verkehren. Sie bildete sich ein, daß, wenn der Könitzsterben sollte, das wenigste, was ihr begegnen könnte,fey, ihre übrige Lebenszeit hindurch eingcspcrrk zu wer-den. Ihre Unruhe und Furcht waren äußerst groß. Ichfand kein ander Mittel, sie zu beruhigen, als ihr einenAufenthalt außerhalb Frankreich auSzumitkeln. Ich. sprachmit dem Spanischen Gesandten davon, der mir von Sei«kcn seines Herrn zusagle, daß im EreignungSfalle meineTochter «n Cambray ausgenommen werden sollte. Des»nigS Wicdcrgenesung machte diese Veranstaltung unnöthig.Er wußte sie, er machte mir darüber keine Vorwürfe, undohnstreitrg würde er ohne ein andres Ereignis, das füeeinen Vater nicht weniger schmerzhaft ist, nie davon geredethaben". EntragueS sprach nachher von des Königs Lei-denschaft gegen seine jüngere Tochter, von seinen Verkleiduu«gen, von seinen Reisen bcy Tag und Nacht, besonders vonseinen Briefen, die man noch bey seiner Tochter sehen könne.Allein, setzte der Graf hinzu, da er sieht, daß er meine Wach-samkeit nicht hintergehen kann und sich schmeichelt, daß cSihm beßcr mit ihr glücken wird, wenn er sie meines NakhSberaubte, so sucht er mich durch Beschuldigung falscher Ver-brechen aus dem Wege zu raumen, weil er seinen Zweck aufkeine andre Weise erreichen kann.

Was für Fragen die Richter auch dem Grafen von En-tragueS über die Verständnisse im Reiche und auswärts,über ihren Zweck und seine besonbern Absichten gegen deSKönigs Person selbst^ verlegten : so konnten sie doch von ihmnichts herausbringen. Eben so wenig gestand die Marqnisinvon Verneuil. Auf alle ihre Fragen antwortete sie, sie ertinnre sich nicht, sie wisse nichts, der König ftp falsch unter-richtet. Wenn sie ihr zusetzen wollten, gab sie ihnen durch eiltgeheimnisvolles Schweige» zu verstehen, daß es zwischen ihr. tmd dem Monarchen Heimlichkeiten gebe, deren Erzrünvungihnen nicht zukäme.

Allem Ansehen nach durch Birons Beyspiel unterrichtet,der nur dadurch die gegen ihn angebrachten Beschuldigungr»geltend machte, daß er nicke zu rechter Zeit die Zeugen uns»Bbz Mitt