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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
389
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Vem Wege zu raumen. Er machte sich des Königs Unvor«sichtigkeit auf seinen Reisen zum Vcrneuilschen Schloße zuNutze, und lauerte ihm mit fünfzehn kühnen Leuten, die erauf dein Wege vertheilte, im Walde auf; aber Heinrichsgutes Geschick ließ ihn einigen, ohne daß er cs wußte, aus«weichen, und von den übrigen machte er sich durch seine Ta«

pferkcit und Gegenwart des Geistes los.-HmIähr i744

sah Angustil über dem Haupteingang des jetzt wüsten Ver«neuilschen Schlosses eine halb erhabne schon ziemlich unkennt-lich gewordne Skulptur von halber Mcnschengröße, die eineGruppe von Personen vorstellte. Man bemerkte da HeinrichlV. auf einem muthigcn Pferde sitzend und von vier gehar-nischten, aber nicht mit köstlichem Geschoß versehenen Leu«- ten angegriffen. Muthig trieb er sein Pferd fort, tratzwey davon unter die Füsse, charf den dritten durch eine»Stoß mit dem Stiefel über den Haufen, und traf denvierten, der ihm in den Zügel fallen wollte mit dem Degen.Die Verzierungen der Gruppe gaben zu erkennen, daß dieserAuftritt in einem Walde vorgsfailen war, und man sah imUnterholze die Köpfe einiger andern Personen, die den er-ster n zur Hülfe herbcyrilten. Man sagte damals, cs wärerin Vorfall zwischen Räubern; allein die Rüstung diesesLeute und der leidenschaftliche Charakter , der an ihnen aus«gedrückt war, bezeichneten eher Versckworne, als Räuber.Es ist möglich, daß der Graf von Entragues dies Denkmalerrichten lassen um das Andenken einer Begebenheit zu er-halten, deren er sich, selbst in Heinrichs Gegenwart rühmte.

Während dieser Versuche blieben die Vcrschwornen, de-ren eine weit größre Zahl war, als man dachte, in Zweifel,und jeder auf dem Posten , den er sich gewählt hatte. DerHerzog von E-perno» machte zu Metz den Kranken, und be-reitete sich zur Verbindung mit dem Herzog von Bouillon,Der zu Sedan die Marguisin von Vcrneuil und ihren Sehnerwarten sollte. Spinola, der an der Spitze eines KvrpSspanischer Truppen stand, hatte Befehl, sie zu verstärken,und mit ihnen in Champagne zu dringen. Am andern Endedes Reichs verstärkte sich der Konnetabet von Monkmorenc»in Languevok und rechnete auf eine Diversion des Herzogsvon Savoyen in Provence und des Grafen von FuenkeS inBurgund, wohin er durch Veltlin und Zranche. Comte kom«men sollte. Guienne, Dauphine und Poitou, voller Spionedes Herzogs von Bellegarde, des Hümiers, des Marschalls^ Bb Z von.