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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
390
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von Monrkgny und derer Herren, die in diesen ProvinjenLas größte Ansehen Hallen, erwarleren nur den Augenblicksich für die Marquistn und ihren Sohn zu erklären: aber diegrößten und ge,chicktesten Bemühungen, die Treue der Un.terrhanen wankend zu machen, wandte man in Auvergneund den angräzzenden Ländern an, die am Mittelpunkte desReichs lagen. Hier hakte der Graf von Auvergne jeinenWaffenplatz, als in einer Gegend, wo ihm seine Besitzun.gen, sein Name, und die alte Anhänglichkeit des Adels a»das Hans von KaioiS, dessen letzter Sprößling er war, dargrößte Ansehen ga en.

Das Mittel, welches e^, sich bi--r aufzuhalten, wählte,ohne beym Könige Argwohn zu erregen, war, daß er sichhieher verbannen ließ Hierzu benutzte er einen Streit mitdem Grafen von SoißonS, und schickte diesem einen AuS-forvernngsbries zu. Goißons, unwillig darüber, daß sichder Graf eine Gleichheit zwischen ihm und einem rechtmäßi-gen Prinzen anmaße, beklagte sich bepm Könige, der, ihnzu befriedigen, den Valois nach Auvergne verwies. Wäh.rend dem er alles zn dem Augenblicke cinrichrete, da des Kö-nigs Gefangenschaft oder Tod ihm auszubrechen erlaube»würde, ward einer seiner Briefe an die Korrespondenten,welche er am Hofe hatte, aufgefangen. Heinrich entdecktedadurch nicht die ganze Verschwörung; nahm aber doch so-viel daraus wahr, daß er einsah, eS sey für ihn wichtig,mehr davon zu erfahren. Er ließ also an den Grafen vonAuvergne Befehl ergehen, daß er sich vor ihm stellen sollte.

Dieser Befehl war ein Donnerschlag, der die Mascbieneder Empörung zerschmetterte Auvergne zitterte bey dembloßen Gedanken, daß er in den großen Steinklumpen sonannte er die Bastiiie - ringefchloßen werden könnte. Die-sem Unglück zu entgehen, entsagte er allen bewohnten Oet-tern und lebte in Wäldern und den ödesten Landgegenden.Die Liebe gab zuweilen seiner Langweile in diesem wüstenAufenthalt Reche; aber seine Fürckl konnte sie ihm nichtbenehmen. Erhalte eine Mätresse, Madame von Chateauaai,ein Frauenzimmer von Mittlerin Alker, welche reife Klugheitmit befnaer Liebe vereinigte. Geschickt im Reiten undWaffen zn führen, scheute sie weder Strapazen noch Gefah-ren. In abgelegenen Strobbükten hielten sie Zusammen-künfte, an alle Zugänge waren Bediente mit Jagdhörnernpostirt, vie beim Anblick der ersten verdächtigen Person Lerm

machen