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„Unter diese» Personen war nun oft von dem Ehevrr«sprechen die Rede, welches Heinrich seiner Mätresse vormalsgethan hakte. Man unterließ nicht, dessen Kraft zu rüh.me« und seine Wichtigkeit zu erheben, als einer Handlungdie keine nackiherige schwachen könnte. Die Königin erfuhrvon dein Ansehn, welches man dieser Schrift beylcgen wollte.Sie fürchtete die Würkungcn davon und beschwor den Königssic zurückzunehmen. Der Monarch, der überdies milderAufführung dieser ganzen Familie nicht zufrieden war, for-derte sein Versprechen zurück. Als man sich nicht länger weh.<ren konnte, fand man dies wichtige Papier in einem eiscr-«en Kasten, den man neben einem Baume im MarcoußischenPark cingegraben hatte. Am zweyten Jul. schickte es Herrvon EnkragueS an den König zurück und attestirte, daß eSdas Original sey. Zum Ehrgeitz dieser Familie gesellte sichder Unwille über die harte Beleidigung, die man ihr durchBeraubung einer Urkunde zugefügt hatte, durch die sie ihreEhre retten zu können glaubte. Dieß war hinlänglich, siezu den äußersten Gewaltkhätigkeiten zu vermögen, und derGraf von Entragues zeigte sich ernstlich geneigt, die Sacheaufs höchste zu treiben.
„ES ist nicht ausgemacht, ob er bisher würklich über de»Umgang seiner ältesten Tochter mit dem Könige verdrießlich»var.
„Heinrich, der von dem Eigensinne seiner Mätresse z«.Weilen abgewiescn wurde, hatte alsdann bei ihrer jüngstenSchwester, die sanfter und gefälliger war, Trost gefunden.Er belohnte diese durch ansehnliche Geschenke, errichtete mitihr einen Briefwechsel und zeigte Verlangen, sie an den Hofzu verknüpfen. Der Vater sah in diesem Eifer Leidenschaftvnd schloß seine Tochter ein. Der König enthielt sich, sieöffentlich zu besuchen; aber er verkleidete sich und reifete Tagund Nacht fast ohne alle Begleitung durch Wälder und Um-wege , ein Betragen, durch welches dem Grafen von En«iragueS sein Projekt beynahe geglückt Ware.
„Dies gieng auf nichts weniger, als den Sohn, den dieMarquistn vom Könige hatte, statt des Dauphins auf de»Thron zu bringen; eine solche Unternehmung aber konntenicht anders, als durch eine fast allgemeine Revolution d«SReichs glücken, und diese war unmöglich, so lange der Kö-nig lebte oder in Frcyheit war. Daher nahm sich der Grafro» EnkragueS vor, sich seiner zu bemächtigen und sh» aus