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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
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«er gramen Unkervehmungen wider den König, welcherselbst durch Eirons Tod sich nicht hatten zurückschrecken lassen.

!Birons Bestrafung batte plötzliche Furcht, aber kerneBeßrung, hervorgebrachc; es schien vielmehr, als ob dieRachbegierde in Verbindung mit dem Geiste des Aufruhrsden intriganten Köpfen mehr Thätiqkeir gäbe. Der Herzogvon Bouillon, der cS nicht gewagt hatte, wieder an denHof zu kommen, durchstreifte Deutschland, und zeigte denschon eingenommenen Reformirtcn in feiner Person eine»dem Kalvinismus getreuen und dem Könige, mir dem er Ar-beiten und Beschwerden gekheilc, zu allen Zeiten ergeben ge»

! rvesenen Mann; der aber, wie er sagte, zur Belohnung! gestürzt und aus Haß gegen eine Religion verfolgt wor-! den sey, welcher doch der undankbare Monarch Step rer undKrone zu verdanken hätte. Die Politik des OesterreichschestHaufeS erfand den Gebrauch, in de» auswärtigen König»reichen beständige Gesandten zu unterhalten, dft in die Ge-I heimniße der Höfe, an welchen sie sich aufhielten, eindrin»

^ gen und die Unterhändler bey Jnlriquen seyn sollten. Dieß' machte Spanien, wahrend der Ligur, zur Beherrscherinder Großen und des Volks, und cs hatte sich dabey viel zugut befunden, als daß es dieses Mittel nicht auch unterHeinrich iV. hätte anwenben sollen, dessen Math und Schärft! sinn es fürchtete. Es hielt also in des Königs Nähe einest1 «rdinären Gesandten, Don Balihaftr von Zuniqa, einestschlauen Staatsmann, der mehr als zu geschickt war, bestAbsichten des Staatsraths von Philipp dem lil. zu entsprechen.Er stimmte den Ton eines Mannes an, verhelfen und rache»könne, er schoß Geld vor, er gab und versprach Penfionest! und nahm an dem Interesse der Familie Ankheil. DurchLieß Verfahren machte er sich so wichtig > daß die Ministerihn nicht ,ru beleidigen wagten. Er wußte es so zu machen, daßdie Königin und des Königs Maitresse zu gleicher Zeikseine Freundschaft suchten und erwies selbst dem KönigeDienste,des Widerwillensohnerachtet, den dieser Fürst gegen alleshatte, was von Spanien kam. Als Maria von MediziSnach Frankreich kam, brachte sie ein Mädgcn von niedriger! Geburt, Leonora Galiqaye mit. Da man Mariens Be«

! gleitung nach Italien znrückgehen ließ, erlaubte Heinrich,

! daß Leonore in Frankreich blieb. Nun ließ die Königmalle! die Gunst, die st; unter die andern vertheilk gehabt hatte,auf sie allein fallen. Ihr Ansehn führte einen ßorrnkinische»Denkwürdig. V. H. fdb Edel-