l 7 - Diese Ceremonie geschah in der Kirche des Temple, inGegenwart des Legaten und der Gesandten. Da der kleinePrinz das Gelübde nicht selbst aussprcchen konnte, stieg Hei»,rich, aus lebhafter Gemüthsbewcgung vom Thron, und legtees selbst für ihn in die Hände des Grospriors ab. Er ver.sprach es durch dieß Kind bestätkigen zu lassen, sobald essechzehn Jahre alt seyn würde. De Itiou I. 132.
lg. Alle Politiker haben fich jederzeit stark gegen dieallzu- große Vermehrung der geistlichen Orden und gegen dieübertriebne Anzahl der Mönche in diesem Königreich erklärt.Wenn unsre Könige und unsre größten Minister diese Maximenicht befolgten, so geschah dieß nicht, weil sie die Triftigkeitihrer Gründe nicht fühlten; sondern ste glaubten der Reistgion den Vorzug vor der Politik geben zu müssen, weil,wenn eS wahr ist, daß die Mönche dem Staat unnütz sind,es nicbt minder unläugbar ist, daß die Religio» unter ihrerAbschaffung leiben würde. Der Kardinal von Richelieu dessenZeugniß hierinn weniger verdächtig ist, als das des Herrnvon Sülly, sagt hievon. „So wie man schlecht oder blind„seyn wüßte, wenn man nicht sehen und gestehen wolle, daß„die Religionen nicht nur nützlich, sondern auch norhwcndig„sind, so müßte man auch von einem allzu blinden Eifer„eingenommen seyn, wenn man nicht einsehcn wollte, daß„die Ueberhaufung beschwerlich ist, und sogar verderblich wen„den könnte, da, was dem Staat geleistet wird, Gott geschieht,„welcher die Grundlage davon ist. Die schon vorhandenen„Häuser reformiren, und den Ausschweifungen in neuen Aula-„gen derselben Einhalt zu khun, sind zwey Werke, die Gott„gefallen, welcher in allen Sachen die Regel will. 1 eüa>ment xolitiyue k. I. cd. 2. s. 8.
Anmerkungen zum zwanzigster» Buch.
Zu S. 54. u. zur Fortsetzung der in den Anmerkungendes vorigenBandeS S. 342. und ZöZ concentrirten Geschichteder bedeutendsten Cabalen gegen Heinrich in den letzten Iah»ren seiner Regierung, folgt hier aus der schon genannte»Auquetilscheu Erzählung in derKürzr der Zusammenhang je-