Anmerkungen
zum
neunzehnten Buch.
r.
^he der Herzog von Sully Minister wurde, hatte man inFrankreich neck nicht darauf gesonnen, Nutzen von denF üssen zu ziehen, denen dieß Königreich doch, wie man zu.giebt, seine Reichthümer und seinen Ueberfluß dankt. Erfieng mit dem Kanal von Briare an, wie man bald sehenwird, konnte es aber nicbt weiter bringen. Nichts wirdvielleicht den Ruhm Ludwigs des Großen unsterblicher ma»ei en, als dieser bewundernswürdige Kanal deiche Meere zuverbinden. Der Vortheil, den der Staat aus beyden soglücklich zu Stand gebrachten Unternehmungen zieht, zeigtuns, ohne bas Benspie! zu rechnen, das uns Holland hievongiebt, was noch zu tbun wäre, und beweist zugleich, daßdergleichen Entwürfe de» aller ihrer anscheinenden Schwie-rigkeit darum doch nicht unmöglich sind.
Die Verbindung der Flüsse und die Anlegung der Land»streßen zu Erleichterung der Kommunikation unter verschie«denen Provinzen, oder auch unter mehrer» Thcilen dersek»ben Provinz, sind vielleicht die zween wichtigsten Gegenstän-de, auf die eine weise Regierung in Friedenözeiten ihreAuf.nierksomkcit zu richten hat. Wenn man dazu die alödannunnütze Soldaten oder das unzählbare Heer von Bettlern,die stets eine Last des Staats sind, braucht, so findet mandadurch das Mittel solche Werke mit mittelmäßigen Kostenzu Stand zu bringen, und de» Müssiggang zu verbannen,