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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
333
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Akt zu denken, Seiner Meykung nach sollten.Allein ich betrachtete alle diese Sr Majestät gegen die! Herrn von Lothringen hinrerbrachle Nachrichten alsj bloße Verläumdungen. Indessen glaubte ich doch,aus Gefälligkeit für Ihn, denjenigen darüber zu Redesetzen zu müssen, welcher Ihm am meisten verdächtigvorkam, erhielt aber lauter Versicherungen von Ge-horsam und Ergebenheit von ihm, die mir so aufrich-tig schienen, daß ich mich verbunden Hielt, dem Königin Ansehung seiner, Seinen Verdacht zu benehmen.Ich bat Ihn, mir Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen,und zu glauben, daß ich ohne Bedenken jedes Bandzerreißen würde, das mir auch nur auf die entferntesteArt für Sein Ansehen schädlich werden zu könnenschiene; und da Er geruhte, sich hierüber Rath vonmir ercheilen zu lassen, so stellte ich Ihm vor, Seinesj eigenen Vortherlö wegen dürfe ich die Person nichtverlassen, über die Er sich beschwerte. Denn gesetzt,

- sie hätte mir einen Theil von ihren Gesinnungen ver-i heimlicht, so wäre ich doch sicher, daß sie, so langeich noch etwas über sie vermöge, nie so weit gehenwürde, ihre Pflicht aus den Augen zu setzen. Esschien mir überhaupt vor allen Dingen Geduld undStillschweigen nöthig, um nicht Gemürher auizubrin-> gen, welchen eine solche Beschuldigung um so empfind-! licher wäre, je weniger sie sie verschuldeten.

! WaS die andern in der Anklage begriffenen Per-j fonen betrifft, so sagte mir der König mchlS, was ichnicht schon vor Ihm gewußt hatte. Allem so oft ichdiese Nachrichten harte ergründen wollen, hakte ichjederzeit wenig Gegründetes und AeckreS darinn ge,fanden. Die Beweggründe der Angeber waren mirZ ohnehin so wohl bekannt, daß ick enolich die Partie! ergriffen hatte, die Ohren ganz .vor ihnen zu ver-! stopfen,