Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
329
Einzelbild herunterladen
 

über seine Grenzen ausdehnen kaffen, weil ihm sonstniehkS zu widerstehen vermöge» Vielmehr innffe mawihm im Innern seines Reichs zu schaffen genug ma-chen, damit er sich nicht selbst im Ausland zu thun,machen könnte. Hiezu muffe man sich mit demselbenErfolg, wie zur Zeit der kaue, des Haffes beydepReligionen wider einander, bedienen. Dirk wiste diqgemeinschaftliche Sache aller Katholiken in Europa,deren Besorgniß um so gegründeter sey, als Heinrichdurch den Schutz, den Er den Vereinigten Nieder-landen angedtzihen laste, die einzige Macht zu enc-,kräften gewußt habe, welche etwas beträchtliches .fürsie zu khun vermocht hätte. Man muffe ihn mirgleicher Münze bezahlen, und feine Kräfte erst aufzu-zehren suchen, ehe man sich öffentlich Genugchuungvon Ihm zu nehmen wage.

Ich ward am wenigsten hiebey verschone. Mansagte: ich fetze dem König größere Dinge in denKopf als seit mehr dann fünf Jahrhunderten keinenKönig von Frankreich zu unternehmen eingefallenseyen. Meine Hauprabsicht gehe auf die Austtlgungder katholischen Religion.- Nur gegen diese» letztenVorwurf verrheidtge ich mich, weil er ganz falsch ist.Man hielt ihn sich aber erlaubt, weil man sich davonden stärksten Eindruck für jene Absichten versprach.Uevrigens setze ich hier nichts willkürlich und ohneGrund auf Rechnung des Spanischen Gesandten.Einige von den Getstüchen, di« er zu Vertrautennahm, waren noch gut genug Französisch gesinnt, umsich über solche Reden, zu ärgern. Sie glaubten ihremGewissen und ihrer Ehre zugleich Genüge zu leisten,indem sie den Kardinal du Perron und semen Bru-der, denen sie es wieder sagten, bey dem Glaubenund veu helligcn Evangelien schwören ließen, daß sie

Tz sie