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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
324
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Die Rocheller gaben am Ende dieses Jahrs dem »',König noch eine andere Ursache zur Unzufriedenheit, ^indem sie an den König von England, ohne Sr Ma- ^jestar und mein Vorwiffen, schrieben, um ihn um dieLoslassung eines Schottischen Predigers, Maluin, zu pii»!bitten der in den Towr zu London gefetzt wordenwar, weil er Reden geführt und Schriften auSgegeben ^hatte, welch? für Se Britannische Majestät und IhrConseil beleidigend waren. Die Rocheller konnten ^nichts gegen eine Tbatsache aufbringen, welche der ^Prediger Primerole, eben der Ueberbringer dieser De-pesche, dem König bezeugte, der ihm in Rücksicht auf B>dieses Geständniß erlaubte, ans Predigkamt nach iO

Bourdeaux zurück zu kehren. Was sie noch strafwür- M

diger machte, ist: daß sie den Gefangenen in ihre WStadt aufnehmen, und selbst als Prediger anstelle» ^wollten. In diesem ganzen Verfahren lag eine mitnichts zu entschuldigende Affektation von Unabhängig-Kkeit. Der König von England hatte sich nicht langebitten lassen, um einer Stadt, die er liebte, eine sounbedeutende Gnade zu erzeigen, als die LoSlassung Meines Fremden war, da er dadurch sein Reich von dem-selben reinigte. Ich wollte sogar nicht dafür bürgen,daß der Brinische Staarsrakh nicht eine heimlicheFreude darüber empfand, dem König von Frankreichein solches Geschenk machen zu können. Dieser hatteaber, außer dem Interesse seines verletzten Ansehens,dieselben Gründe, Maluin nicht in Seinen Staatenaufzunehmen, welche König Jakob hatte, ihn aus ^den seinigen zu jagen. Heinrich schickte mir Bullion, ^und schrieb mir in dieser Sache verschiedene Depeschen, ^theils selbst, theils durch Villeroy. Ich bekam auch ^den Auftrag von Ihm, der Stadt Rochelle Berichtdarüber abzufordern, ihr einen Verweis zu geben, uNd ^sie anzuweisen, Se Majestät um Verzeihung zu bit-ten.