erschöpfte dann aufs neue die Betrachtungen, die sichhierüber anstellen ließen. Dabey ließ ich Iffn danneine Bemerkung machen, auf die noch niemand ver«fallen war. Da nehmlich Bouillon, um Sedan zubefestigen, einen Aufwand hatte machen müssen, derihn ganz erschöpft und vielleicht sogar beträchtlich inSchulden gestürzt hatte, so konnte es wohl seyn, daßdie wahre Rücksicht, welche ihn abhielt, sich den Wün-schen Sr Majestät zu fügen, die Besorgmß war, sichdurch die Uebcrgabe von Sedan der einzigen Hülfs-quelle zu Wiederherstellung seiner zerrütteten Angele-genheiten zu berauben. Auf diesen Fall war es viel-leicht das- beste und kürzeste, wenn man ihm eine hin-längliche Summe zu Tilgung seiner Schulden anbot.Zch zeigte, wenn man Bouillon zweymalhunderttau-sendThaler gäbe — wodurch ihm alle andre Bedingun-gen erträglich gemacht werden würden-^- so müßte derKönig doch noch sechSmalhunderttausend Thalcr dabeygewinnen, indem die Kosten einer solchen KriegSrüsstung nicht unter achtmalhunderttausend Thalern an-geschlagen werden konnten. Ein neuer Grund, demHerzog die ganze Strenge des Kriegsrechts, falls eres zu einem Angriff kommen ließe, fühlen zu lassen,und nicht nur das Fürstenthum Sedan, sondern auchdie Wickgrafschast (vieomrä) Turenne für helmgefallenzu erklären, die er nur in der Eigenschaft eines großenKronlehns von Frankreich zu haben behauptete. Thäteman dieß nicht, so würde man nur den Verdruß ha-ben, vergebens Ausgaben gemacht zu haben. Eswar, wie wenn ich aus einer Art von Vorgefühl, des-sen was noch geschah, so sehr auf dieser Alternativebestanden hätte: entweder äußerste Gelindigkeit vorAnbruch der Sache, oder äußerste Strenge, sobaldMan einmal zu den Waffen gegriffen hätte, zu zeigen.
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