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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
245
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Haben. Und ich war sicher, daß ich ave, selbst diewidersprechendsten Beschuldigungen von denselben Per-sonen beyHofauSzuhalten haben würde. Ich beschloßdeswegen, Heinrich sich selbst bestimmen zu lassen, undwollte sehen, wohin Ihn Seine eignen Ueberlegungmführen würden.

Ich fieng daher an, kalter und seltner mit Ihmvon der Unternehmung gegen Sedan zu reden, undbeobachtete ein gleiches Benehmen auch öffentlich. DerKönig war unter den ersten, welche diese Veränderungwahrnahmen, und da Er weit entfernt war, den Grundzu errathen, der mich so handeln ließ, und sich ebenso wenig einbilden konnte, daß ich meine Meynungvon Bouillon und Sedan geändert haben sollte, s»suchte Er es sich auf folgende Art zu erklären. Ichhätte, dachte Er, den Rath, den ich Ihm gegeben,ernstlicher überdacht, wahrscheinlich meine erste Mey-nung im Stillen zurück genommen, und überlegt, daßder Streich, den ich auf eins der Häupter der Reli-gionspartey zu führen im Begriff wäre, in der Folgewohl den Religionskörper selbst treffen könnte, indemich dadurch die Bahn dazu öffnete, einen nach demandern von denen zu unterdrücken , die seine Stützenin Frankreich waren. Von diesem Gedanken, den Erschon als unzweifelhaft ansah, kam Er leicht auf denGlauben : ich müsse Seiner Billigkeit nicht viel GutesZutrauen, oder meine Anhänglichkeit an meine Reli-gion führe mich zu weit. Er eröffnete diesen Verdachteinigen Personen, die Ec als meine Freunde kannte,und um mir mir selbst darüber zur Sprache zu kom-men, kam Er ins Zeughaus, wo ich wegen meinerWunde am Mund und Hals das Zimmer hüten muß-te. Es hatte sich ein Geschwür daran zusammengezo-gen, woraus ein Beinsplitter, Schießpfropf, Bley undeinige Pulverksrnec kamen, die noch so frisch und ganz

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