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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
243
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Protestanten/ welche Key dieser Sache ,'hren ganzenReligionSkörper inrerestirt glauben konnten, wie Mont«luet, la Noue, und die beyden Germains, eine solcheSprache führten, kann freylich nicht befremden.Wohl.aber dieß, daß Personen, welche in ganz keinerVerbindung mit dem Herzog standen, und andre, diesogar Leute vom Handwerk waren, wie der IngenieurErard, nie von diesem Projekt sprachen, ohne eineganz unbedingte Unmöglichkeit desselben zu behaupten.Ich kann nicht behaupten: daß alle diese Leute für dasBeste der Sache gut gesinnt waren.

Der König selbst verfiel in eine Unschlüssigkeit,die ich nicht begreifen konnte. Ich stellte Ihm, eini«gemal ohne Erfolg, vor: daß Er dadurch Leuten ge-wonnen Spiel gebe, welche weder Waffen, noch Muchnoch Hände hätten, und daher einzig auf dieß Ret>tungömittel rechneten. Und wahr istS': der Herzogvon Bouillon ließ bloß darum die Sache aufs Aeuf-ferste ankommen, weil er sich aus dem Bericht derer,die ihm am Hof dienten, und ihn von den Gesinnun-gen Sr Majestät benachrichtigten, überzeugt hielt,daß es nicht zur Exekution kommen würde. Ein an-dres Mittel, das man zur Anwendung brachte, be-stand darinn: daß man dem König hören ließ, derHerzog denke an nichts weniger als Ihm sich zu wi-dersetzen. Nur könne er sich nicht entschließen, vorPersonen feig und kriechend zu erscheinen, welche, an-statt ihm getreulich die Absichten Sr Majestät zu hin-terbringen, nur darauf auözugehen schienen, ihn durcheinen herrischen drohenden Ton noch mehr zu erbittern.Wurde man ihm also statt dieser Personen (worunterich verstanden war) andre gegenüber stellen, die fähigwären, ihm Vertrauen abzugewinnen, so würde derKönig bald davon überzeugt werden. Montluet (6)

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