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Daß er wirklich dieß eitle Projekt einer Universal-Monarchie hatte, braucht wohl keines andern Bewei'-ftS, als die Zernichtung der Protestanten in Deutsch»land, der Ueberfall von Tunis und Algier, und dendurch den Einbruch in Provence und die berüchtigteBelagerung von Metz so deutlich erklärten AngriffFrankreichs; lauter zu gleicher Zeit von diesem stolzenMonarchen veranstaltete Unternehmungen. Und,wenn wir dieß Projekt scheitern sahen, wem anders istdich zuzuschreiben, als den verschiedenen Umstandenund Hindernissen, welche ein siegtrunkenes Herz, dasNirgends mehr Unmöglichkeiten erblickt, durch zu großeHastigkeit seinem eignen Glück in den Weg wälzt? —-Karl der Fünfte unternimmt allzu viele Dinge aufEinmal, und Dinge, denen er gar nicht gewachsenist. Er stürzt sich ohne VVksicht und beynahe ganzMbereitet hinein; trotzt Erde, Meer, Elementen undJahrSzeiren. Soliman, der ihm in Europa, AsienundAftika die Spitze bietet; Franzi, Heinrich Vlss,der Pabst, die Könige von Navarra, Tunis, Algier,und eigentlich alle Fürsten der Christenheit, die er ge«nöthigr har, die Waffen gegen ihn zu ergreifen, sindihm lauter Feinde, auf die er hoch herabsieht, und siebeynahe gar nicht gewahr wird. Nicht einmal dieeinzigen Hülföquellen, auf die er sich verlassen muß,weiß er mit Schonung und Klugheit zu behandeln.Sein« eigenen Unterrhanen empören sich gegen ihn inSpanien, Flandern, Sicilien. Als ihm dann end-lich die Augen über seinen Jrrthum aufgehen, kennter kein andres Mittel, als sich durch einen Despera-kionsstreich aus der Sache zu ziehen. — Er läßt allesstehn, und sperrt sich in ein Kloster!-
Nie zeichnete ich Heinrich dieß Gemälde vor, ohnehinzu zu setzen: Philipp U, eben so ehrsüchtig, aber
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