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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
236
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genstand war. Und -7- wo wäre denn auch herFürst, welcher, wär er auch noch so unempfindlich gr.gen seinen Ruhm sich nicht von Unwillen durch,drungen fühlte, bey dem Blick auf das, was der un»ersättliche Geiz und die unermeßliche Herrschsucht desHauses Qestreich in diesen letzten Jahren sich alle-erlaubte ! Dieser Rudolf von Habsburg, dessen edel,sie Beschäffliqungen, als man ihm seine Wahl zuniKaiserthron ankündigte, darin bestand: daß er in demZeitalter der Sterner (Sterngesellschast) und derPsit«ticher (Papageygesellschafr) einige Fähnlein in die Ge-gend von Basel führte, dieser Rudolf ruhte nicht hi-er das Elsas mir der Stadt Strasburg getheilt, undsein kleines Erbgut mit den Herzogtümern Qestreich,Steyermark, Kärnthen, und den andern Erbländer«vermehrt hatte, welche heut zu Tage das Haus Qest.reich in Deutschland besitzt. Seit dem Anfang desvierzehnten Jahrhunderts, wo dieß yorging, bis aufunsre Tage .... wie viele Staaten, welche uner-meßliche Strecke Lands hak es nicht verschlungen!Alle Spanischen Königreiche, die von Neapel und Si-cilien in Italien, nebst den Inseln Sardinien, Ma-jorka und Minorka, Böhmen und Ungarn in Deutsch-land, Burgund, Flandern und alle Niederlande.Dazu rechne man noch alle die Besitzungen, die eSsich in den orientalischen Inseln und in der neuenWelt verschafft hat, und welche an Ausdehnung allem,was wir von den drey andern Theilen der Welt ken-nen, beynahe gleich sind. Kann man alsdann nochzweifeln, daß Karl der Fünfte, der es auf eine sohohe Stuffe der Macht gehoben hat aufgeblasenüber so viele glückliche Erfolge, in vollem Ernst imSinn hatte, den Rest von Europa, Asien und Afrikavollends zu verschlingen?

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