Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
233
Einzelbild herunterladen
 

«llemal aller Ursachen dieser Uneinigkeiten zu entledi-gen. Da Sie nehmlich, und zwar mit Grund, inIhre Festigkeit, Entschlüsse zu fassen und auözuführen,ein Mißtrauen setzten, so müßten Sie Ihre Zufluchtzu einem Mann nehmen, den Sie für fähiger dazuhielten, und diesem alle Ihre Rechte übertragen, sichselbst alles eigne Interesse dabey verbergen, kurz, esüber sich Hu gewinnen suchen, während und nach derEntscheidung so zu handeln, als wenn sie wirklich auf-gehört hätten, irgend einen Antheil daran zu nehmen.Ich riech Ihnen, einen Mann dazu zu wählen, wel-cher fest genug wäre, um sich nicht durch irgend eineRücksicht wankend machen zu lassen, und der zugleicheine völlig reine und uneigennützige Anhänglichkeit anIhre Personen besäße, um davon, wenn es seynmüßte, selbst mit Gewalt, gegen Ihre Neigung, einenGebrauch von seiner Vollmacht zu wagen.

Ich zeigte mich weit entfernt, dieß Amt für michzu suchen, das in der That nicht sehr angenehm war.Doch erklärte ich Ihren Majestäten: auf den Fall,daß Sie dabey Ihre Augen auf mich werfen sollten,müßten Sie damit anfangen, daß Sie die Augenganz über alle Mittel verschlössen, die ich etwa an-wenden möchte. Auch müßten Sie sich, damit ichsicher seyn könnte, mein mühsames Werk werde nichtwieder durch einen Rückfall von Schwäche zerstört wer-ben, aufs kräftigste, und selbst mit einem uneinge-schränkten Befehl, verbindlich machen, nichts, waSich unternehmen würde, zu verhindern, und keine Em-pfindlichkeit darüber zu hegen, im Fall, daß sich einoder vielleicht beyde Theile einige Gewalt beym Ge-brauch des Mittels anthun müßten, dessen ich michbedienen würde.

P 5

Man