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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
218
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An einem Nachmittag zur Caknavalszeit,günstigsten für diese Spiele, war ich aus meinem Ea.binet getreten, um mich dieser ganzen versammeltenZugend zu zeigen. Ich kam sehr zu rechter Zeit, umdie Folge von zwo Streitigkeiten zu verhüten, welchejener falsche Ehrenpunkt, zu dessen Sklaven man sichin Frankreich gemacht hat, beynahe sehr tragisch gs,macht hätte. Sie waren über ein Nichts entstanden,«wie der größte Theil derer, von denen man doch s»blutige Cakasirophen sieht. Allein der König, egthut mir wehe, dies sagen zu müssen, hielt selbstso schlecht über den Edikten, welche einige SeinerVor»gäriger gegen die barbarische Gewohnheit des Zwey«kampfs harten ergehen lassen, daß man täglich vielBlut um ganz unbedeutender Ursachen willen ver«gießen sah.

Ich glaubte diesen jungen Leuten, die sich um michher versammelten, vorstellen zu müssen, daß sie ganzirrige Begriffe von der wahren Tapferkeit hatten. ImKrieg und bey Handlungen, wo es auf den Dienst desVaterlands ankömmt, ist es der Herzhaftigkeit er«laubt, sich zu zeigen. Diejenige aber, mit der mansich trotz aller göttlichen, natürlichen und menschlichenGesetze gegen Freunde und Landsleute waffnct, ist nurBrutalität, Unsinn und wahre Schwachheit. Ichsah, daß dis Moral, die ich predigte, diesen jungendurch die Aufwallungen des Bluts und ihres AtterSerhitzten Köpfen sehr fremd vorkam. Einer von ihnen,der sich wahrscheinlich bey seinen Kameraden dadurchbas Ansehen von Tüchtigkeit und Herzhaftigkeit gebenwollte, nahm das Wort, und antwortete mir r da disFürsten zu allen Zeiten den Zweykampf erlaubt undselbst berechtigt hätten, so wäre er dadurch zu emepGewohnheit worden, welche Gefttzkraft hatte,

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