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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
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157
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zu dem König zu gehen, Ihm alles zu entdecken, undIhn um Verzeihung zu bitten, wenn sie anders ver-sichert seyn könnten, begnadigt zu werden. Sie hät-ten sich an ihn, Rodelle, gewendet, um diesen Schrittzu ihren Gunsten zu chun. Dich belegte er mit denBriefen, die sie deswegen an ihn geschrieben hatten.Ersetzte hinzu: alle diese Personen hätten einen star-ken Verdacht, meine Reise nach Poitou möchte wohlnur einer ihnen zugedachlen Ueberrumpelung zum Vor-wand dienen. Sie hätten die Königin Margaretheersucht, mir ihre Gesinnungen und ihr Verlangen,ihren Fehler durch gute Dienste zu verbessern, zu er-öffnen. Dich alles nun ist freylich ganz zuverläßig.Allein vergebens suchte man mir beyzubringen: dasganze Reich stehe in Flammen, wo ich doch nichts alseine kleine Zahl von Hitzköpfen erblickte, die der Kö-nig leicht zu seinen Füßen legen konnte, so bald esIhm einfie!, Entwürfe, die nichts als Verachtungund Spott verdienten, als eine ernsthafte Sache zubehandeln. So oft ich übrigens diesen so ernstlichenund wohlgegründeren Nachrichten auf den Grund ge-hen wollte, fand ich jedesmal, daß daö Falsche darandas Wahre weit überstieg.

Hierin waren wir, Heinrich und ich, entgegenge-setzter Meynung. hleberzeugt, daß man seine ganzeAufmerksamkeit auch auf die kleinsten bürgerlichen Be-wegungen richten müsse, weil die Franzosen, wieEr sagte, gar emsig hinter Neuigkeiten her sindunterließ Er nichts, was Ihm vollständiges Licht überalle diese Dinge geben könnte. Er beklagte sich bis-weilen in Seinen Antworten gegen mich, daß einigeSeiner Minister nebst mir nicht die ächte Idee vondem gegenwärtigen Uebel hätten, und bestärkte sichnoch mehr in Seinen .Gedanken, als Ihm ein Me-

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