Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

148

!

siqnd der Staatsangelegenheiten ;die Zuverlässigkeit d,xZusagen des Königs,erprobt durch eine lange Reihe vonErfüllungen, und zuletzt noch durch Seine befriedigen,de Antwort auf alles, was ihre Bittschriften Erheb.licheS enthielten; dieß alles waren ebenso viele Ver-sicherungen von einer Seite, denen die Protestantenihrer SeitS durch den Gehorsam und die Dankbarkeitentsprechen mußten» die ein wohlthätiger Fürst vonseinen Unterchanen zu erwarten berechtigt ist. Ueber-diest riech ihnen auch ihr eigener Vorrheil dieß Be-nehmen, weil, alles wohl erwogen, die Gefahren vomGegentheil nur sie betreffen konnten.

Die Folgerung, die man in der Instruktion ausdiesen Beweggründen zog, und die ich der Versamm-lung vorzustellen Auftrag hatte, war: daß sie sich weitentfernt von jeder Foderung zeigen sollten, welche aufirgend eine Aenderung des Edikts von Rankes ab-zweckte, wie z. B. die, sich inner- oder außerhalb desReichs ein andres Überhaupt zu erwählen, als denKönig selbst, welcher diese Eigenschaft aus so vielenRücksichten um sie verdiente. Da man nicht wohl alleandre Bitten voraussehen konnte, welche die Prote-stanten sich vielleicht beygehen lassen könnten, so über-ließ man mir die Wahl der besten Mittel sie abzuschla-gen oder ihnen auszuweichen. Nur ward mir befoh-len, ihnen noch ausdrücklich zu bedeuten, daß sie fürskünftige nie wieder eine solche allgemeine Versamm-lung zu gewarten hätten, und daß die gegenwärtige,die ihnen Se Majestät zu erlauben geruht hätten,damit sie sich unter einander von ihren Pflichten über-zeugen und zu deren Erfüllung ermuntern möchten,die Stelle derjenigen vertreten sollte, um die sie inihrer neulichen Synode zu Gap Se Majestät zu bit-ten beschlossen hätten.

^ hi

KLch, I

G §ich

Ihris