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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
128
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Dieser Brief von Dechune ist vom 12 Novem-ber. Denn er war um diese Zeit noch zu Rom, wie-wohl er darauf gerechnet hatte, nach der Einsetzungdes neuen PabsteS sogleich nach Frankreich zurückkeh.ren zu können. Neue Befehle hatten ihn zurückgs-kalten, und er reiste erst einige Tage nach diesem Briefeab. Der Pabst verlor ihn so ungern, daß Bechuneihn bitten mußte, er möchte seinen Vorsatz nicht aus.führen, an den König zu schreiben, daß man ihn nocheinige Zeit bey ihm lassen möchte. Er hatte das zu-rückhaltende, schüchterne und vielleicht ein wenig zukalte Wesen abgelegt, das ec bey dem'Anfang seinerUnterhandlung hatte blicken lassen. Sobald er sicherst an die Römische Hofmanier gewöhnt hatte, ver-wandelte sich jenes in eine zuversichtliche Weisheit,die ihm in seinen Geschafften den günstigsten Erfolgsicherte, den er sich wünschen konnte. Der Pabst fuhrfort, ihm die größten Ehrenbezeugungen machen zulassen, und befahl, daß ihn alle Städte des Kirchen-staats, durch die er kommen mußte, mit der ausge-zeichnetsten Achtung empfangen und behandeln sollten.Ich erzähle dieß alles, wiewohl nach einem Briefdes Kardinals du Perron, meines Freundes, den ermir von der Abreise meines Bruders >chreibcn zu müs-sen glaubte, doch noch um so zuversichtlicher, dadieser Kardinal in denselben Ausdrucken an denKönig schreibt, und Ihm verstellt, daß Er nicht besserthun könnte, als wenn Er Bethune eine Stelle indem Departement der auswärtigen, und zwar beion-derö der Jcaliänischen Angelegenheiten gäbe, weil Ecdazu niemand bekommen würde, der genauere Kennt-niß davon besäße (16).

Du Perron dankte mir in diesem Brief dafür, daßich ihn bey dem König gegen diejenige vertreten ^acce,

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