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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
124
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Bufalo, seit unsrer mit einander gehabten Verhand-lung, einen elfrigen Lobredner zu Rom. Ich haueihm seit seiner Abreise von Paris einen ziemlich lan-gen Brief geschrieben, den er jedermann varzeigte, umsich auS seinen Gesinnungen gegen mich öffentlich eineEhre zu machen. Ich will nicht alle schmeichelhaftenDinge hier anführen, wovon der Brief des Kardinalsdu Perron voll ist. Ich hatte bey dem so eben ange-führten nichts zur Absicht, als zu zeigen, daß ich mich,Gott sey Dank, nie von demfbittern und ungestümmenEifer Hinreisen ließ, den sonst wohl Reliaionsverschie-denheir einsiößt. Die Aenderung meiner Religionwarein Gegenstand, von dem die Kardinale unauf-hörlich mit Perron sprachen, indem sie alle mit gleichemEifer dieselbe wünschten. Der Kardinal Aldöbran-dini sagte öfters zu ihm: er könne nie Messe halten,ohne sich meiner bey dem klemc-nro zu erinnern.Der Pabst sagte ihn ungefehr dasselbe, als er durchBethune bey ihm zur Audienz eingcführt wurde. Erunterhielt ihn lange von mir, und besonders von denMitteln, meine Bekehrung zu bewirken, wie er esstach der Römischen Sprache nannte. Es ist sonder-bar genug, daß einem Minister die Gerechtigkeit, wel-che seiner Uneigennützigkeit und der Geradheit seinerAbsichten von seinen eigenen Landsleuten versagt wur-de, von Ausländern widerfahren mußte, die eine sowichtige Ursache hatten, ihn zu hassen. Indem mirPerron dieß so von den Kardinälen erzählte, bezeugteauch er mir das Verlangen, das er für sich selbst trü-ge, daß ich noch diesen letzten übrigen Schritt thunmöchte, um meine Verbindung mit denen vollkommenzu machen, die mir schon jetzt so sehr wohl wollten;indem Sie, setzte er hinzu, nicht mehr Freunde inGenf haben können, als Sie zu Rom haben."

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