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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
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besteht, damit der König von allen gleich gut be-dient werde."

Der vierte von diesen Briefen, an den HerrnBischofs von PoitierS, drückt sich noch stärker aus.Nach einigen Höflichkeiten und GeschäfftSpunkren kamdarinn folgende Stelle vor:Die Jesuiten betreffend,dachte ich immer gar wohl, daß sie nicht so viele Freun-de in der That als mit Worten finden würden. Wenndie Provinz sie aufnehmen will, und sie gesonnen sind,dorr friedlich zu leben, ohne die Gemüther zu erbitternund das gute Vernehmen unter den beyde'n Religio-nen zu stören; so bin ich für mich eS wohl zufrieden,sie in meiner Statthalterschaft zu haben, und werdesie, wo ich kann, begünstigen. Sollten sie aber Zwie-tracht, Unruhe und Argwohn dahin mitbringen, sowollte ich lieber, daß sie sonstwo blieben."

Der Eilbote, der bey seiner Rückkunft den Kö-nig, welcher nach Fontainebleau gegangen war, nichtmehr in Paris traf, gab die besondre Antwort desHerrn Bischvffs von PoitierS bey mir ab, welche be-sagte, daß der Pater Mouffy, ein Jesuike, ihm einenBrief von dem Pater Cotton gebracht habe, worindieser ihn auf die Nachricht von gewissen vorgeblichvon mir an den Bischofs gegen die Aufnahme undEhre der Gesellschaft geschriebenen Briefe und vonBeschwerden vorbereiten zu wollen schien, welcheCotton, in der Voraussetzung, daß jene Briefe ächtseyen, gegen mich darüber bey dem König geführthabe. Er habe nach Durchlesung dieses Briefs demPater Mouffy überzeugend vorgestellt: sein Confracer,Cotton, hätte sehr unrecht gethan, eine so wichtigeSache so leicht zu glauben, und sogar sie zu schreibenUnd dem König zu Ohren zu bringen. Dem Paterhabe er dann alle seine Briefe von mir gezeigt, und