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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
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liebe, und die Verstellung hasse. Und doch habenSie sich diese gegen mich zu Schulden kommen lassen.Obschott ich kein Geheimniß vor Ihnen habe, habenSie sich doch gegen mich verstellt, als ich Sie wegenden Angelegenheiten der Jesuiten befragte. Es istnicht, als ob ich über die Sache an sich unwilligwäre. Da sie Ihnen nicht viel Freundschaft bewei.sen, befremdet mich nicht, daß Sie sich eben nichtviel Mühe geben, sie zu fördern. Allein es verdroßtmich, daß Sie nicht offenherzig davon mir mir ge-sprochen haben, da Sie doch sonst so wahrhaft undaufrichtig seyn wollen.^

Ganz erstaunt hörte ich den König an, ohne etwasdarauf erwiedern zu können.Nun wahrhaftig, Sire,sagte ich endlich,das ist doch die schändlichste Betrü-gerey von der Welt. Ich erbitte mir von Ihnennur die Gnade, daß Sie der Sache ganz auf denGrund nachspüren möchten. Befindet sich die Be-schuldigung der Jesuiten wahr, so verhangen Sieüber mich jede Strafe, und ich will nicht darüberklagen. Ist sie aber falsch, so ich stehe Siedarum an, Sire, so erlauben Sie mir dannauch, mir exemplarische Genugrhuung zu verschaffen,um für die Folge ähnliche Versuche zu verhüten.Denn sollte ich immer nur Apologien für mein Be-tragen zu machen haben, so würde mirS unmöglich,für alle die Staatsgeschaffte Zeit übrig zu behalten,deren Menge und Gewicht ohnehin schon jetzt meineKräfte übersteigt."Wie, unterbrach Er mich,Sie hätten also nichts, an niemand, weder nahe nochfern, gegen die Jesuiten geschrieben? BesinnenSie sich wohl, um sich nicht zu etwas anheischig zumachen, wovon man Ihnen dann doch das Gegenchcilrarthun könnte!"Nein, Sire, antwortete ich,

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