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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
58
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den meiner Sekretäre, vor denen ich auch, aller ihrerBitten unerachtek, alles geheim hielt, was mir derKönig in diesem ganzen Zeitraum vertraut hatte.Einen von ihnen, den ich in mein kleines grünes Ka-,biner geschickt hatte, um mir einige Papiere zu holen,traf ich über einem solchen königlichen Brief, und zwareinem der wichtigsten an, den ich ihm wegriß. Ichverfahre jetzt in demselben Geist, indem ich dem Pu-blikum die Kenntniß aller dieser Verworrenheiten ent-ziehe. Was würde man auch daran sehen, als eineunnütze Auszählung von Zuträgereyen und Vorwür-fen, von Eifersucht und gewaltsamen Entwürfen ?Alles Dinge, von denen ich. glaube, daß der Leser ih-rer herzlich müde sryn müsse.

So wie man dev Grafen von Auvergne kennt,wird man leicht glauben, daß ihm der Aufenthalt inder Bastille nicht sehr behagk haben mag; eben so we-nig dem EnkragueS die Muße, die man ihn wider sei«rien Willen genießen ließ. Man entdeckte sechs Mo-nate darauf, daß der Graf von Auvergne mit feinemStiefvater, der wahrscheinlich Mittel gesunden Hatto,bis in sein Gefängniß zu dringen , Mittel zu seinerFlucht aus der Bastille verabredet hatte. Die Nach-richt wurde durch den, welcher sie brachte, einen ge-wissen le Cordier, so genau gegeben, daß der Grand-Prevot wirklich in dem Holz von Maleöherbes dieStricke, Mollen, und andre Werkzeuge zu einem Fla-schenzug fand, dessen man sich dabey bedienen wollte.Man nahm nun den Enrragueö aufs neue gefangen,und verhörte ihn in seinem Hause. Dieser behauptete,- er nicht schuldig sey, dem Grand - Prrvyt Redezu stehen, und man mußte ihn dazu durch eine besvn«-re Commission zwingen, welche ihm der König fern-her aus den Provinzen zuschickte, wo Er sich damalsbefand.

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