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Niemand wurde durch das Verfahren Heinrichsgegen die Marquisin von Verneuil irre geführt. Manwar aber darum nicht weniger darüber erstaunt, daßihre Begnadigung sich auch auf die beyden Schuldigenerstreckte, die von der allgemeinen Stimme bereits zurStrafe des Marschalls von Biron verurtheilt waren»Die Strafe des Grafen von Auvergne (i) wurde inein ewiges Gefängnis; in der Bastille verwandelt, woer freylich dicßmal Zeit hatte, Langeweile zu empfin-den (2). Die des Vaters der Dame war Verweisungauf seine Güter; sie selbst erhielt völlige Begnadigungund schrieb noch die Bedingungen dabey vor (Z).
Dieser Prozeß konnte zwischen dem König und sei-ner Geliebten nicht abgethan werden, ohne einen an-dern zwischen ihm und seiner Gemahlin zu verursachen,welche in dieser neuen Gefälligkeit des Königs, ihresGemahls, eine schöne Gelegenheit zu schreyen und sichzu entrüsten fand. Man mußte sie zu besänftigensuchen, und der König wußte abermals bey dieser Ge-legenheit sich an mich zu wenden. Alle andren mühsa-men Aufträge waren Spieiwerk gegen einen solchen.Alle Augenblicke gab es dabey bald diese Reden zurechtfertigen, bald jene Schritte von ihrer unschuldig-sten Seite darzustellen, bald neue Vortheile zu verei-nigen. Tag und Nacht, alles wurde dazu genom-men. Kaum glaubte man die Ruhe hergestellt zuHaben, so erhob sich plötzlich wieder ein Sturm, derrilleS niederriß. Ich fand bey meiner Zurückkunft vonLimosin gegen das Ende des ZahrS mehr Zwist undVerwirrung in Fontainebleau als je. Was zu thungegen ein unheilbares Uebel, als — es beweinen undschweigen? Dich thar ich. Ich nahm sogar alleBriefe beyseite, welche mir der König in dieser Ange-legenheit geschrieben hatte, und ließ keinen in den Hän-
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