uns, Heinrich und ich; allein ich drang durch, undüberließ einem andern, sich bey dem Herrn durch Mir.rel einzuschmeicheln, die zwar unfehlbar waren, gegendie ich aber stets Widerwillen empfunden hatte. Daßich noch einigen Antheil an dieser Sache nahm, ge-schah bloß um zu verhüten, daß sie nicht so schimpflichfür den König auSfallen möchte, als ich vorauösah,daß es kommen durfte.
Es fehlte Ihm nicht an Höflingen, die ihn nachseinem Geschmack bedienten. Die Hofsitte zeigte sichdabey in ihrem schönsten Lichte. Sobald man hierbemerkt hatte, daß der König sich weder von seiner Ge-liebten ivsmachen, noch über die Königin wegsetzenkonnte, so wußte diese Rotte freywilliger Sklaven al-ler Begierden und Leidenschaften des Herrn ihreSchritte, Worte, selbst ihre Mienen darnach einzu-richten. Niemand wagte, weder der Königin, nochder Marquifin zu widersprechen. Man gab sich alleMühe, die eine oder die andre bey dem König zu ent-schuldigen, je nachdem der Auftrag beschaffen war, denman von ihm erhalten hakte. Man diente seinemZorn nur halb, »m 'von beyden Seiten auf alle Fälle«me Rechtfertigung bereit zu haben. Siavgne warvon dem König an mich geschickt worden, um mir«inen sehr strengen, in äußerst harren Ausdrücken ab-gefaßten, Befehl, die Marquifin betreffend, zu brin-gen. Er trug kein Bedenken, mir die Hälfte davonzu unterschlagen. Und, was daö sonderbarste ist,Heinrich wußte dieß, sagte mir es selbst, und bedientesich nichts desto weniger solcher Personen. Wenn dieSchwache von seiner Seit« weit ging, so wurde erauf der andern Seite durch die Schmeicheley seinerHöflinge noch weiter geführt. Nie konnte man bessersehen, bis zu welchem Grade diese sinnreich und zu-gleich kriechend, niederträchtig,und armselig ist. —
Niemand
hF
N'E
ei'-
je-
xS
kW
sim
W
n»
ft
«'!
i
S