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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
55
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Zuflucht zu Unterwerfungen , Bitten, Thronen neh-men werde, wenn Er ihr Ursache gegeben hätte, zuglauben, daß Er durch einen gerechten Unwillen vonseiner Leidenschaft geheilt sey; daß sie hingegen nichtsvon ihrem ersten Trotz Nachlassen werde, wenn siemuchmaßen könnte, daß Ihn bloß Verdruß und Em-xsindlichkeit eines Verliebten so habe handeln lassen.

Ich gestand ihm hierauf frey, ich sey überzeugt,die Frau von Verneuil möchte sich entschließen zuwelchem von diesen beyden Wegen sie wollte, so würdees immer auf Eines hinauslaufen. Dieß aus ver-schiednm Gründen, unter denen mir feine natürlicheGeneigtheit zum Vergeben und die Rücksicht auf diemit ihr gezeugten Kinder nur die geringsten schienen.Ich wünschte, sagte er, daß Sie zu ihr gingen, umzu sehen, was sie Ihnen sagen, und ob sie Sie nichtbitten wird, bey mix für sie Fürbitte» zu werden. Ichbat Ihn inständigst und ernstlichst mich mit dem Beisuch und mit der Fürbitte zu verschonen. Ich warwirklich müde, so oft eine immer unnütze Molle zuspielen, und wollte es nicht vollends ganz mit der Kö-nigin verderben, welcher man mich, obschon ich jeder-zeit ihren Vortheil gegen ihre- Nebenbuhlerin unter-stützte, dennoch als einen verschmitzten Betrüger undschmeichlerischen seilen Kundschafter Heinriche geschil-dert hatte. Ich hatte Beweise, daß man der Köni-gin seit einem Monat solche Reden hinterbrachk hatte.Ich sagte es dem König, und nannte ihm drey Per-sonen , die sie geführt hatten. Dadurch machte ichihm begreiflich, daß eS nur noch eines solchen Schrit-tes bedürfe, wie der, welchen er von mir verlangte,um rmr künftig alle Mittel zu benehmen, ihm beydieser Dame in Gelegenheiten zu dienen,, von denener wisse, daß sie nur zu oft vsrkämm. Wir stritten

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