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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
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obfchon die Spanier bezeigten, oder sich stellten, baßsie bey Anlegung dieses neuen Werks an sie keinenGedanken hätten, und, um zu zeigen daß sie keineAbsicht auf das hätten, was ihnen nicht gehörte, ei-nige zu weit vorwärts geführte Graben wieder zuwer-fen ließen, so war eS doch nur al/zu sichtbar, daß ih-re Absicht keine andre sey, als einst durch dasVelklin«inzubrechen, um die Italienischen ^Staaten mit dendeutschen zusammen zu hängen, und unterdessen denJenseitigen den Durchgang nach Italien durch diesenPaß zu sverreu, für Schweitzer, Graubündter undehre Bundsgcnossen, die Franzosen, alle Kommuni-kation mit Venedig zu demmen und die Graubündterrahm zu bringen, daß sie mit ihnen kapiruliren undsie für ihre Herrn erkennen mußten.

Spanien hatte ihnen bereits Proben von diesemletzten Vorhaben gegeben. Die protestantische Par-tei) war bis dahin die herrschende in den drey Einun-gen gewesen, weil sie aus den besten Gegenden bestanden,nd ihre Mitglieder die reichsten Leute waren. Dieseriun hingen sehr an Frankreich, »nd waren Todfein-de von, Spanien; ohne daß übrigens die Religions-Verschiedenheit die Ruhe unter ihnen selbst gestört hat-te, weil sie einsahen, daß ihre Stärke auf dieser Ei-nigkeit beruhte. Die Spanier fanden Mittel diesezu trennen, indem sie in diese Gegenden ihre gewöhn-kicken Emissäre, Jesuiten und Kapuziner schickten,welchen eS durch Überredung, Geld, Versprechungenleicht gelang, beyde Theile an einander zu Hetzen, unddie Katholischen über die Regierungöart ihrer Lands-leute beynahe eben so sehr unzufrieden zu machen,als sie ihnen Haß gegen den Glauben derselben Key«brachten.

Die