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Ich habe etwas von einem Streik zwischen Spa-nien und den Graubündtcrn (i 5) einsiießen lassen, derin diesem Jahr Aufsehen genug erregte, und verschie-dene Schriften darüber veranlaßte. Ich will dieSache hier vorlegen.
Die Schweitzer haben zu Nachbarn und Bunds-verwandten die drey Stämme der Graubündter, diedreyzehn Gemeinheiten des obern und untern WalliserLandes, die aus vier und fünfzig Pfarreien bestehen,wovon der Bischoss, den sie selbst ernennen, Herr ist;dazu kommen Sc. Gallen, Genf, Neuburg, Badenund andre Reici-S- und Nicht-Reichsstädte, die sichan die Schweizer anschloffen, unter der Bedingung, siebey ihren Gerechtsamen zu erhalten. Sie sind unterneun Landvogkeien begriffen.
Die Graubündter, von denen hier allein die Redeist, bewohnen die Alpen, und das was man dasVeltlin nennt, ein Thal, oder eigentlicher eine Artvon breiten Graben, zwischen dem Fuß der Italieni-schen und dem der diesseitigen Alpen. Es hat in sei-ner größten Breite nicht über eine kleine französischeMeile, und ungefähr dreyßig in der Länge, von Tirolbis auf den Coiner See. Der ganze Grund wird vonder Adda bewässert-, die ihn ducchströmt, und, angerschwellt durch alle die Bäche, welche vom Gebirgestürzen, da wo sie in den Comersee fällt, nicht schwä-cher ist als die Marne. Dies Thal begreift unge-fähr hunderttausend Einwohner, beynahe alle Rö-mischkatholischer Religion, und ist sehr fruchtbar anKorn, Wein, Fruchtbäumen und Weide. SeineGrenzen sind gegen Morgen, die Grafschaft Tirol, andie es stößt, wie wohl die Zugänge von dieser Seite,sehr enge und beschwerlich sind; gegen Mittag Bresciaund Bergamo im Venetianischen Gebiet. Die Ge-
bürgö-