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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
38
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war, die man nicht einmal zu bemänteln wagt, so riefich ihn dem König ins Gedächtniß zurück, und stellteihm dabey vor, daß Spanien jetzt vielleicht als Herrmit Ihm reden würde, wenn Ihm nicht England,Holland, und die französischen und fremden Protestan«tcn geholfen, und wenn ihn seine eigne unglaublicheAnstrengungen und Arbeiten nicht gerettet hätten; derStaatörath von Madrid gewohnt, auch das Heiligstein der Religion zu verletzen, mißbrauche den Namender Eheverbindung, deren Bande nicht fähig wären,ihn abzuhalten und dabey ließ ich Heinrich nocheine besondre Bemerkung machen, die mir treffendscheint.

Es ist kein Zeichen einer allzu guten Politik, wieman eS gewöhnlich dafür hält, wenn man die Prin-zen aus dem französischen Haus in andre ungefährgleiche Häuser, wie Spanien (n), Heurathen läßt.Außerdem, daß auch die engste Familienverbindungdem Haß weichen muß, welchen die Ehrsucht gegeneinen Nebenbuhler einflößt, wird der Vortheil, denman bey solchen Verbindungen beabsichtigen könnte,schon selbst durch die Betrachtung vernichtet, weil erallzu groß werden könnte. Anders verhält es sich mitdenen, die man mit geringern Häusern eingeht; beydiesen kann man wenigstens sicher auf alle die Diensterechnen, die in ihrem Vermögen stehen. Die Ehreeiner Verbindung mit dem ersten Haus der Weltmacht, daß sie sich noch glücklich schätzen , auch etwaszu besten Verherrlichung und Größe beytragen zu kön-nen. Spanien hat in dieser Methode das Geheim«niß gefunden, seine Macht beträchtlich auf eine zwarminder schnelle, aber auch minder gewagte Art, alsMil den Waffen, zu vermehren (rr).

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