liche Verbindung nicht eher sichtbar, als bis Sitten»verderbniß und alle Mißbräuche bey uns aufs höchstegestiegen sind, so daß bey den Menschen immer erstdas höchste Uebel dazu gehört, um ihnen über dasGute die Augen zu öffnen.
Da die Verordnungen zu Erweiterung und zur §Sicherheit des Handels Heinrich eine der ersten Skel«len im Staat einnehmen zu müssen schienen, so ließer auch auf diesen Gegenstand seine meisten Sorgengerichtet seyn. Da daö Projekt des Kanals zu Ver-bindung der Seine mit der Loire (;) genehmigt wor-den war, so verfügte ich mich auf den Platz, damitman sich bey den Zurüstungen, die vor der Ausfüh-rung gemacht werden mußten, beymHöhemeffen, Ni-velliren, und Benutzen aller möglichen Vortheile nichtverrechnen möchte. Ich konnte nicht viel Zeit aufdiese Reise verwenden, da mich der König, beynaheunmittelbar nach meiner Abreise, wieder zu sich berief.Eben so brachte ich bey meiner angezeigten Reiftnach) Poitou verschiedne Handelsangelegenbeiten inOrdnung.
Die wichtigste und schwürigste war die, welche indiesem Jahr mir Spanien vorfiel, und den Handelbeyder Nationen mit einander betraf. Der Königvon Spanien hatte im vorigen Jahr eine Abgabe vonDreyßig vom Hundert auf alle Maaren gelegt, dieaus Frankreich nach Spanien und Flandern, oderaus diesen Ländern nach Frankreich giengen. Eineschreiende Auflage, die so gut die Unterthanen desKönigs von Spanien in diesen beyden Ländern em-pörte, als sie den Franzosen wehe that. Der Kö-nig erwiederte sie durch ein ausdrückliches Verbot al-les Handels mit den klnrerthanen des Königs von 'Spanien und der Erzherzoge, und durch eine noch j
statt