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Zweyte Abtheilung, Fünfter Band (1793)
Entstehung
Seite
16
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selbst in Regierungsgeschäfte einlassen,' verfallensonst dabey gewöhnlich in einen von diesen beydenFeh.lern, daß sie sich entweder nicht zu mittelmäßigenGegenständen herablassen, oder sich nicht über dasKleinliche erheben können. Heinrichs Geist hingegenumfaßte mit gleicher Leichtigkeit das Kleine und dasGroße. Alle seine Briefe sind Belege hievon, unddie Gewohnheit, sich, oft wegen unbedeutenderKleinigkeiten, unmittelbar an ihn zu wenden, beweißtes noch deutlicher. Ein Weinhändler von Gisorb,der sonst die Lieferung an Hof harte, hatte schon seitgeraumer Zeit zweymalhundertftmfzigtausend Thalerzu fordern. Der König schickte ihn zu mir, um ihnzu bezahlen und für die Verzögerung zu entschädigen.Mein Gewissen, schrieb er mir dabey, macht mirSzur Pflicht, Mitleidcn mit diesem armen Mann zu ha-lben." Ich habe vielleicht schon zu viel solche Zü-ge eingestochtcn. Noch ganz anders aber würde essein, wenn ich dem Publikum alle die Briefe vorlegenwollte, die er mir geschrieben har.

WaT die andern Ideen befrist , deren erhabnererGegenstand Beziehung auf den Vortheil, Ruhm,oder Wohlstand des Staats har, so verlor erste nieaus den Augen, weder im Vergnügen noch unterseinen Verdrüßlichkeiten. Um zu sehen, ob unsreIdeen mit einander übereinstimmten, verlangte er seitgeraumer Zeit einen Aufsatz über alles, was nachmeinen Gedanken den Ruhm eines mächtigen Reichszerstören oder auch nur bestecken könnw. Ich glaubteseiner Absicht nicht besser entsprechen zu können, alswenn ich ihm eine so einfache mir allen unnützen Ver»ziemngen e 's Stils so wenig überladene Darstellungüberreichte, daß er sie mit Einem Blick übersehen könn-te. war nur eine Auszälung der Mißbräuche,

die