XXX VI Fortgesetzte Uebexsicht ^
konnten die Häupter der katholischen Partey keine !gleichgültigen Zuschauer davon bleiben. Sie ver- ^ließen wirklich mit Geräusche den Hof, sobald die , K!Hugenotten festen Fuß an demselben zu fassen z»
schienen, und Karl der Neunte ließ sie unbeküm- ßi
wert ziehen. Die Letzlern häuften sich nun mit d,
jedem Tage mehr in der Hauptstadt an, je näher ' t
die Vermählungsfeper des Prinzen von Beam j ^
heranrückte. Diese erlitt indessen einen unerwar- „
teten Aufschub durch den Tod der Königin Io- §
Hanna, die wenige Wochen nach ihrem Eintritt in §
Paris schnell dahinstarb. Das ganze vorige ^Mißtrauen der Kalvinisten erwachte aufs neue bey ,diesem Todesfall, und es fehlte nicht an Vermu- ^thungen, daß sie vergiftet worden sey. Aberda §auch die sorgfältigsten Nachforschungen diesen §Verdacht nicht bestätigten, und der König sich in ,seinem Betragen völlig gleich blieb, so legte sich ^der Sturm in kurzer Zeit wieder.
Coligny befand sich eben damals auf seinemSchloß zu Lhatillon, ganz mit seinen Lieblings/entwürfen wegen des Niederländischen Kriegs be-schäfftigt. Man sparte keine Winke, ihn von dernahen Gefahr zu unterrichten, und kein Tag ver-ging, wo er sich nicht von einer Menge warnen-