der bürgerl. Unruhen in Frankreich rc. xxxv
^ lig reifen Komplott seinen Beyfall zu geben, und^ die Ausführung desselben zu begünstigen, so kann^ dieses für seine frühere Mitschuldigkeit nichts be-weisen. Das Ungeheure und Gräßliche des Verr^ brecbens vermindert seine Wahrscheinlichkeit, und^ Achtung für die menschliche Natur muß ihm^ zur Verteidigung dienen. Eine so zusammenge-setzte und lange Kette vom Betrug, eine so un-iferÜ! durchdringliche so gehaltene Verstellung, einso tiefes Stillschweigen aller Menschengefühle, ein-E» so freches Spiel mit den heiligsten Pfändern dessi ch Vertrauens scheint einen vollendeten Bösewichr'S/W zu erfodern, der durch eine lange Uebung verhär-W, tet, und seiner Leidenschaften vollkommen Herri«» geworden ist. Karl der Neunte war ein Züng-M kc ling, den sein brausendes Temperament übermei-sterte, und dessen Leidenschaften ein früher Besitzgs«! der höchsten Gewalt von jedem Zügel der Mäßi-gung befreyte. Ein solcher Charakter verträgtsich mit keinep so künstlichen Rolle, und ein soW hoher Grad der Verderbniß mit keiner Jünglings-M segle — selbst Hann nicht, wenn der Jüngling einB'a König, und Katharinens Sohn ist»
i Wie aufrichtig oder nicht aber das Betra-gen des Königs auch gemeynt seyn mochte, so
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