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Brunos Buch vom Sächsischen Kriege
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Schlacht an rer Elster.

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noch die Beute unberührt zu lassen, bis sie ganz sicher wären, daß i 03 o.kein Feind mehr in ihrem Rücken verborgen wäre, und sie dannmit Voller Sicherheit das Lager plündern könnten. Er kehrte alsomit dem Fußvolk zurück, und fand auf der Walstatt selbst Hein-rich von Laach' mit dem größten Theile des Heeres, der schonals Sieger triumphirte und mit freudigem Geschrei Kyrielcisonsang. Als Herzog Otto diese Menge erblickte, wollte er ihr an-fangs ausweiche», weil er sah daß seine Schaar nicht zahlreichgenug war, als daß er es für rathsam hätte halten können, denKampf mit einer solchen Heeresmacht aufzunehmen; dann aber ge-dachte er wieder daran, daß eS Gott nicht schwer ist, auch mitwenigen viele Feinde zu besiegen, und so griff er sie mannhaft an,und Gott gab ihnen den Geist der Furcht, so daß er sie binnenkurzem in die Flucht schlug. Nachdem nun also alle entweder imFlusse ertrunken oder über den Fluß versprengt waren, da sprachHerzog Otto zu den Seinen:Jetzt durchsucht ohne Sorge dasLager, setzt nehmt in Sicherheit, was ihr findet, und alles washeute den Feinden gehört hat, das nennt jetzt euer, da ihr es durcheuere Tapferkeit euch erworben habt." Er hatte die Worte nochnicht geendet, als sie schon über das feindliche Lager herfiele», undeiligst aller der Schätze sich bemächtigte», welche sie vorfandcn.

Man fand aber viele kostbare Zelte, viele Schreine der Bischöfe,voll von heiligen Gewändern und Gefäßen, viel goldenes und sil-bernes Geschirr zu täglichem Gebrauche, und auch viele StückeSilbers und Goldes, noch weit mehr aber an gemünztem Gelde,auch viele und treffliche Pferde, Waffen aller Art, Festkleider undanderes Gewand über alles Maaß, oder um es kurz zu sagen, alleswas dem Bischof von Köln" gehörte, was der von Trier" und nochetwa vierzehn andere Bischöfe mitgebracht hatten, alles was HerzogFriverich ^ und die übrigen steinreichen Herren bei sich führten, alles

I) Spät» Pfaljgraf bei Rhein, nnb Stifter des Klosters Laach. 2) Slgewin, frü-her Dechant, dem Heinrich IV nach Hildulfs Tod 1073 das Erzbisthum derliehcn hatte.

3) Udos Nachfolger Egilbert, aus vornehmem bairischem Geschlecht, 1078 als Propst «onNassau einer von den Gesandten Heinrichs zur römischen Synode, den 6. Januar 1079 zumErzbischof erhoben. 4) Bon Staufen, Ostern 1l)79 zu Regensburg an Rudolfs Stellemit dem Herzogthu« Schwaben belehnt.