Schreiben Gregors VH.
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und allen Fürsten, auch allen insgesammt Mächtigen und Gerin-rgen, die nicht ini Banne sind und gehorsam sein wollen, seinenGruß und apostolischen Segen.
„Weil wir täglich wahrnehmen, daß aus dem Streit und derZwietracht, welche schon so lange unter euch herrschen, in der hei-ligen Kirche die höchste Gefahr, und unter euch allerseits unend-licher Schaden entsteht, deshalb ist es uns, ist es auch den mitunS zur Synode versammelten Brüdern nvthwendig erschienen, mitherzlichem Verlangen dahin zu trachten und mit aller Anstrengungnach dem Maaße unserer Kräfte dafür zu wirken, daß geeignete,und durch Frömmigkeit wie durch Einsicht ausgezeichnete Botenvon der Seite des apostolischen Stuhles nach enern Landen ent-sandt würden, um die gottesfürchtigen Bischöfe, und auch dieLaien, denen Friede und Gerechtigkeit am Herzen liegen, welchein eueren Gegenden weilen und zu solchem Werke geschickt sind,zu versammeln, ans daß unter Anleitung der göttlichen Gnade,an dem von ihnen angesetzten Tag und Orte, sowohl sie selbst alsauch diejenigen, welche wir ihnen noch zugesellen müssen, entwederFrieden stiften, oder nach Erkenntniß der Wahrheit über die so dieSchuld solcher Entzweiung tragen, die Strenge der Kirchengesetzewalten lassen. Dieweil es uns aber nicht verborgen ist, daß einige,von des Teufels Bosheit verleitet, vom Feuer ihrer Gottlosigkeitentbrannt, von ihren Begierden fortgerissen, lieber Zwietracht alsFrieden sehen und haben wollen, so haben wir auf dieser Synodein derselben Form wie auch schon auf der vergangenen festgesetzt,daß keine mit irgend einer Macht oder Würde bekleidete Person,sei sie groß oder klein, Fürst oder Unterthan, aus irgend einerAnmaßung sich heransnehmcn soll, unseren Gesandten in den Wegzu treten, und nachdem sie zu euch gelangt sein werden, ihnen beidem Werke des Friedensschlusses zuwider zu handeln; noch sollgegen das von ihnen ausgesprochene Verbot jemand es wagen sichfeindlich gegen den andern zu erheben, sondern bis zu dem vonihnen angesetzten Tag sollen alle festen Frieden halten ohne alleGefährde oder arge List. Wer aber es wagen sollte, diese unsere
Geschichtschr. d. deutschen Vorz. XI. Jahrh. 3. Bb. 10